Spree-Neiße Mittwoch, 04 Dezember 2019 von Redaktion

Landkreis Spree-Neiße zeichnet 111 Feuerwehrleute aus

Landkreis Spree-Neiße zeichnet 111 Feuerwehrleute aus

Dass die zentrale Auszeichnungsveranstaltung im 26. Jahr in ihrer gewohnten Form stattfindet ist keine Selbstverständlichkeit. Denn seit diesem Jahr gilt das neue Brandenburgische Prämien- und Ehrenzeichengesetz. Trotzdem haben alle Kommunen im Kreis auf ihr Recht verzichtet, selber Feuerwehrangehörige mit 40 Jahren Treue Dienste auszuzeichnen. Der Landkreis muss so nicht mit seiner langen Tradition brechen, so Landrat Harald Altekrüger, der sich sichtlich beeindruckt zeigte, dass so viele BürgermeisterInnen und AmtsdirektorInnen es sich nicht nehmen ließen, persönlich den Feuerwehrfrauen und Männern zu ihrem Dienstjubiläum zu gratulieren. Denn die haben es verdient, dass ihnen gedankt wird.

Landrat Harald Altekrüger: „Sie engagieren sich ehrenamtlich und freiwillig um Brände zu löschen, bei Unglücksfällen oder Gefahrlagen die erforderliche Hilfe zu leisten. Sie eilen hin wo andere weglaufen. Mehr noch, Sie opfern bzw. opferten als operative Kraft unzählige Stunden ihrer Freizei t zur Ausbildung und Qualifizierung für eine fachgerechte und sichere Anwendung der Einsatzmittel bzw. zur Führung der Einheiten. Es ist einfach toll, dass es Mitmenschen wie Sie es sind gibt. Haben Sie vielen Dank für Ihr Engagement.“

Ein Engagement, dass oft schon früh beginnt, nämlich in der Jugendfeuerwehr. 10 Mädchen und Jungs aus dem ganzen Kreis wurden deshalb als „Helfer von Morgen“ ausgezeichnet. Auch das ein Alleinstellungsmerkmal, dass es nur im Spree-Neiße-Kreis gibt, stellt KFV-Vorsitzender Robert Buder fest: „Und wenn in der Gesellschaft von Vorbildern gesprochen wird - liebe Kameradinnen und Kameraden - schaut bitte nun nach links bzw. rechts von Euch und nicht zu vergessen nachher zu Hause in den Spiegel. Ihr seid selbst die Vorbilder in euren Ortswehren, welchen unsere Gesellschaft bedarf.“

111 Kameradinnen und Kameraden wurden für 40, 50, 60, 70 und sogar 75 Jahre treuen Dienste ausgezeichnet. Dreimal wurde das Deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber vergeben, zweimal in der Stufe Bronze. Auch der Kreisfeuerwehrverband zeichnete verdiente Kameradinnen und Kameraden mit dem Ehrenzeichen des Verbandes aus. Der KFZ-Servicebetrieb Walter aus Peitz bekam das Förderschild „Partner der Feuerwehr“ überreicht. Ein Familienbetrieb, der ein echter Partner ist. Firmenchef Dietmar Walter stellt nicht nur sein Betriebsgelände und Unfallfahrzeuge für Ausbildungen zur Verfügung, sondern setzt sich, wenn die Sirene geht, auch persönlich ans Steuer, um seinen Mitarbeiter zum Gerätehaus zu fahren, weil dieser mit dem Fahrrad zur Arbeit kommt. Dass der Chef gerade in Brandsommern teilweise über Tage auf zwei Mitarbeiter verzichtet, weil die im Dauereinsatz sind, kann man ihm nicht hoch genug anrechnen, so Werner-Sigwart Schippel, Präsident des Landesfeuerwehrverbandes: „Es ist wichtig, dass es Arbeitgeber gibt, die nicht nur einmal im Jahr spenden, sondern kontinuierlich die Feuerwehr unterstützen. Mit dem wichtigsten, was man geben kann: Zeit. Selbst wenn es zum eigenen Nachteil ist. Solche Firmen brauchen wir, damit wir alle nachts gut schlafen können, weil die Sicherheit im Kreis gewärrleistet ist."

Schlaflose Nächte hatte der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes im Vorfeld der Feuerwehr-WM in Russland. Denn bis zuletzt war die Finanzierung der Teilnahme der drei Sportlerinnen aus dem Kreis nicht gesichert. Letztendlich ist es nur der guten Zusammenarbeit zwischen dem Kreisfeuerwehrverband und dem Landrat zu verdanken, dass ein entsprechender Geldgeber, in Form der Sparkasse Spree-Neiße, den offenen Betrag übernommen hat. Als Dank gab es von Robert Buder und Feuerwehrsportlerin Anja Aldermann eine Foto-Collage für Landrat Harald Altekrüger. Gemeinsam mit dem Kreisbrandmeister haben Landrat und KFV den deutschen Feuerwehrverband aufgefordert, künftig die Finanzierung der deutschen Auswahlmannschaft – in der das Team aus Spree-Neiße ein wichtiger Pfeiler ist – sicherzustellen. Dass es auch künftig eine zentrale Auszeichnungsfeier des Kreises geben wird, daran ließen alle Beteiligten keinen Zweifel. Und so versprach Kreisbrandmeister Stefan Grothe in seinem Schlusswort: „Ich darf Euch jetzt schon zur 36. Auszeichnungsveranstaltung im Jahr 2029 einladen.“

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