Grabungsfunde in Spremberg sind jetzt im Bürgerhaus zu sehen. Freigelegt wurden sie beim Bau der BOS-Erweiterung. Über 50 Besucher kamen zur Eröffnung. Anlass ist das 725. Jubiläum der urkundlichen Ersterwähnung, wie die Stadt mitteilt.
Unter dem Schulneubau lag ein Friedhof
Auf dem Gelände des Erweiterungsbaus der Berufsorientierenden Oberschule befand sich bis Ende des 18. Jahrhunderts der Haagfriedhof, später eine Brauerei, zuletzt ein wilder Parkplatz. Bestattet wurden dort vor allem Bauern, Tagelöhner und Handwerker – außerdem Soldaten der königlich-preußischen, der kaiserlich-russischen und der kaiserlich-französischen Armee. Wegen Überfüllung wurde der Friedhof 1840 geschlossen.
Dass die Archäologen fündig werden würden, war absehbar. Dass es so viele Funde wurden, hatte Folgen: Die anschließenden Bauarbeiten verzögerten sich um einige Monate.

Was die Spremberger bisher nicht sehen konnten
Den Menschen in der Stadt ist die Grabung nicht entgangen, sie verfolgten die Arbeiten mit großem Interesse. Eine Besichtigung vor Ort war jedoch nicht möglich. Die Ausstellung im Bürgerhaus holt das nach.
Eröffnet wurde sie am 11. September von der stellvertretenden Bürgermeisterin Kerstin Schenker. Die leitende Archäologin Isabel Martin von der Archäologischen Baubegleitung Cottbus informierte über die Ausgrabungen und einzelne Funde und stand anschließend für Fragen bereit.
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Die Funde lagern normalerweise in Wünsdorf
Die Grabungsfunde befinden sich beim Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologischen Landesmuseum in Zossen, Ortsteil Wünsdorf. Dort wurden sie dokumentiert und eingelagert. Für die Ausstellung kam eine Auswahl zurück nach Spremberg.
Ausgeführt hatte die Grabung seinerzeit die Archäologische Baubegleitung Cottbus.
Bis Anfang November im Bürgerhaus am Markt
Wer die Funde sehen will, hat dafür einige Wochen Zeit. Die Ausstellung ist bis Anfang November 2026 in der ersten Etage des Bürgerhauses am Markt zu sehen.
Gezeigt wird ausdrücklich nur ein kleiner Teil dessen, was bei der Grabung zutage kam. Der weitaus größere Bestand bleibt im Landesmuseum.
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Red. / Presseinformation
Foto: Stadt Spremberg/Grodk








