Für die Kulturszene der Lausitz gibt es wieder Geld: Der Projektfonds Kulturplan Lausitz geht in die dritte Förderrunde. 2027 stehen dafür rund eine Million Euro bereit, Bewerbungen sind bis zum 13. September 2026 möglich, wie das brandenburgische Kulturministerium mitteilt.
Bis zu 25 Projekte in drei Förderkategorien
Gefördert werden bis zu 25 Projekte in drei Kategorien: lokale Kulturprojekte und Ideen bis 10.000 Euro, Kooperations- und Entwicklungsprojekte bis 150.000 Euro sowie mehrjährige strategische Strukturprojekte bis 300.000 Euro, höchstens jedoch 100.000 Euro pro Jahr. Das Programm ist offen für alle Sparten der Kunst und Kultur. Eine Kofinanzierung kann über kommunale Mittel, Drittmittel oder Eigenanteile erbracht werden.
Wer sich um die Förderung bewerben kann
Bewerben dürfen sich Kulturakteure und -einrichtungen aus Dahme-Spreewald, Elbe-Elster, Spree-Neiße, Oberspreewald-Lausitz und Cottbus. Besonders gefragt sind Vorhaben, die landkreisübergreifend arbeiten, die Vernetzung und Sichtbarkeit der Lausitzer Kulturlandschaft stärken oder sich mit dem Ende der Braunkohleförderung im Jahr 2030 auseinandersetzen. Auch das sorbische und wendische Erbe soll ausdrücklich gestärkt werden. Ermutigt wird zudem zu Kooperationen im gesamten Kulturraum der Lausitz, auch mit Partnern in Sachsen und im polnischen Niederschlesien.
Diese Projekte wurden bereits gefördert
Wie breit der Fonds wirkt, zeigt die erste Förderrunde: Rund eine Million Euro flossen in 24 Vorhaben, die Einzelförderung reichte von 2.500 bis 150.000 Euro. In Cottbus fördert das Jugendkulturzentrum Glad-House mit „Junge Lausitzer Literatur“ Schreibworkshops und ein Literaturcamp für Kinder und Jugendliche (54.000 Euro). In Peitz (Spree-Neiße) baut die SNW Sound No Walls gUG mit „Improviser in Residence“ ein Residenzprogramm für Jazzmusikerinnen und Jazzmusiker auf (73.000 Euro). Und im Landkreis Elbe-Elster bringt der Atelierhof Werenzhain die intermediale Wanderausstellung „Glas – Handlungen und Resonanzen“ auf den Weg (7.920 Euro). Die Bandbreite reicht damit von kleinen lokalen Ideen bis zu mehrjährigen Vorhaben mit überregionaler Ausstrahlung.
Ein Schlüsselprojekt des Kulturplans Lausitz
Der 2024 gestartete Projektfonds Kulturplan Lausitz knüpft an den Ideenwettbewerb „Kulturelle Heimat Lausitz“ aus den Jahren 2019 bis 2021 an. Gemeinsam mit der Lausitz-Kultur-Koordinierungsstelle in Cottbus und dem länderübergreifenden Lausitz Festival zählt er zu den Schlüsselprojekten des Kulturplans Lausitz. Ziel ist es, das Kulturleben zu stärken und den Strukturwandel künstlerisch sichtbar zu begleiten.
Wer das Programm trägt
Die Fördermittel stammen von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie vom Land Brandenburg. Umgesetzt wird der Projektfonds Kulturplan Lausitz vom Kulturministerium gemeinsam mit der Koordinierungsstelle in Cottbus und der Firma actori. Alle Informationen und die Bewerbungsunterlagen gibt es bei der Lausitz-Kultur-Koordinierungsstelle.
Kultur als Teil des Strukturwandels
Hintergrund des Programms ist der Strukturwandel in der Lausitz: Mit dem absehbaren Ende der Braunkohleförderung soll die Region auch kulturell neue Perspektiven entwickeln. Der Projektfonds ist Teil der Bundesmaßnahmen aus dem Investitionsgesetz Kohleregionen und soll dafür sorgen, dass Kunst und Kultur den Wandel sichtbar begleiten und die Identität der Lausitz stärken. Insgesamt sollen so bis 2027 dutzende Projekte in der gesamten brandenburgischen Lausitz entstehen.
Symbolbild: Sorbische Kultur in der Lausitz (Foto: Lausitziade)
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Symbolfoto: Archiv
Red. / Presseinformation





