Das Baden im Sedlitzer See ist am Seestrand Lieske ab dem heutigen 24. April 2026 offiziell erlaubt. Auch Boote und Wassersportgeräte dürfen den See in Teilbereichen befahren. Das teilte die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) mit.
Allgemeinverfügung regelt Baden im Sedlitzer See
Mit der Freigabe sind nach Angaben der LMBV alle formalen Voraussetzungen erfüllt. Das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung Brandenburg (MIL) nahm den Sedlitzer See als schiffbares Gewässer in die Landesschifffahrtsverordnung auf. Das Landratsamt Oberspreewald-Lausitz veröffentlichte parallel am 23. April 2026 eine Allgemeinverfügung, die den Gemeingebrauch des Sees regelt.
Die Verfügung ist im Amtsblatt Nr. 11/2026 enthalten und über die Bekanntmachungsseite des Landkreises einsehbar. Sie legt fest, welche Aktivitäten im und auf dem Wasser bereits zulässig sind. Wer am Strand Lieske baden, sein Boot über die dortige Slipstelle einlassen oder eine Tour auf dem See unternehmen möchte, kann das ab sofort tun.
LMBV nimmt erste Sperrbereichsschilder am See ab
Die LMBV hat als sichtbares Zeichen der Freigabe einen Großteil der bisherigen Sperrbereichsschilder am Sedlitzer See entfernt. Einzelne Bereiche bleiben jedoch weiter gekennzeichnet. Schifffahrtstonnen markieren diese Zonen, die alle Gewässerbenutzer beachten müssen.
Gerd Richter, Sanierungsbereichsleiter Lausitz der LMBV, sprach von einer weiteren Etappe in der sogenannten Restlochkette, die er als „Kernstück des Lausitzer Seenlandes“ bezeichnete. Der See unterliegt im Bereich des früheren Tagebaus weiterhin dem Bergrecht. Richter dankte der begleitenden Bergbehörde LBGR in Cottbus, der unteren Wasserbehörde des Landkreises, dem Landesamt für Bau und Verkehr sowie dem MIL für die Mitwirkung an der Lösung.

Landkreis sieht Schritt zum Seenverbund am 29. Juni
Grit Klug, Erste Beigeordnete und Dezernentin für Bau, Ordnung und Umwelt des Landkreises Oberspreewald-Lausitz, ordnete die Freigabe als Etappe vor dem geplanten Seenverbund am 29. Juni 2026 ein. (Bericht von Niederlausitz aktuell) An diesem Termin sollen die Bergbaufolgeseen der Restlochkette über die Überleiter dauerhaft miteinander verbunden werden.
Klug bezeichnete die Allgemeinverfügung als „richtungsweisende Entscheidung“ und betonte die Beteiligung der lokalen Akteure und Anwohner am Sedlitzer See. Bis zum Termin im Sommer solle die Frühjahrssaison nicht ungenutzt verstreichen. Die Verfügung sorge dafür, dass das Gewässer sicher genutzt werden könne.
Robert Crumbach, Minister für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg, sprach von einem weiteren Meilenstein für die Region. Brandenburg habe ebenso wie der Freistaat Sachsen früh die Chancen der Bergbaufolgelandschaft erkannt. Ziel sei eine überregional bedeutsame Kulturlandschaft, von der nicht nur der Tourismus, sondern auch die Bewohnerinnen und Bewohner der Region profitieren sollen.
Hintergrund zum Sedlitzer See im Lausitzer Seenland
Der Sedlitzer See entstand aus dem ehemaligen Braunkohletagebau Sedlitz. Mit einer geplanten Wasserfläche von rund 1.330 Hektar gilt er als größter See der Restlochkette und als zentrales Element des Lausitzer Seenlandes. Über den Ilse-Kanal, den Sornoer Kanal und den Rosendorfer Kanal ist er mit dem Großräschener, dem Geierswalder und dem Partwitzer See verbunden. Am Strand Lieske entstanden in den vergangenen Jahren ein Parkplatz mit Wohnmobilstellplätzen, ein Sanitärgebäude, eine barrierefreie Rampe sowie ein Fahrgastschiffanleger.
Weitere aktuelle Meldungen aus der Region
Heute in der Lausitz – Unser täglicher Newsüberblick
Mehr Infos und News aus der Lausitzer und Südbrandenburger Region sowie Videos und Social-Media-Content von heute findet ihr in unserer Tagesübersicht ->> Hier zur Übersicht
Red. / Presseinformation






