Mit einer symbolischen Schlüsselübergabe am gestrigen Dienstag hat der Landkreis Oberspreewald-Lausitz den weitgehend fertiggestellten Neubau der Rettungswache in Lauchhammer-Ost offiziell an die künftigen Nutzer übergeben. Wie der Landkreis mitteilte, wurden rund 9,2 Millionen Euro in den modernen Standort investiert, an dem künftig sowohl die Rettungswache der Rettungsdienst Niederlausitz gGmbH als auch die Schnelleinsatzeinheit Sanität des DRK-Kreisverbandes Lausitz untergebracht sind. Der Neubau in der Lindenstraße vereint damit Rettungsdienst und Katastrophenschutz erstmals an einem gemeinsamen Standort im südlichen Landkreis. Neben modernen Aufenthalts-, Ruhe- und Diensträumen verfügt die Wache unter anderem über Fahrzeughallen für Rettungsdienst und Katastrophenschutz, moderne Medizintechnik, Photovoltaikanlagen, Dachbegrünung sowie eine abgesicherte Notstromversorgung. Insgesamt können dort bis zu 45 Mitarbeitende eingesetzt werden. Die Rettungswache Lauchhammer zählt mit rund 4.530 Einsätzen pro Jahr zu den größten Standorten im Landkreis und ist zugleich Lehrrettungswache. Zusätzlich wurde vor Ort ein neues Notarzteinsatzfahrzeug im Wert von rund 112.000 Euro übergeben. Nach Abschluss letzter Abnahmen und eines Testbetriebes soll die neue Rettungswache bis zum 1. Juli 2026 offiziell in Betrieb gehen.
Neue Rettungswache stärkt Versorgung in Lauchhammer
Am Dienstag (5. Mai) hat der Landkreis Oberspreewald-Lausitz die neue Rettungswache in der Lindenstraße 5 in Lauchhammer-Ost symbolisch an die künftigen Nutzer übergeben. Das Gebäude ist weitestgehend fertiggestellt und soll nach abschließenden Prüfungen und einem Testbetrieb bis zum 1. Juli 2026 offiziell in Betrieb gehen.
Mit dem Neubau verfolgt der Landkreis das Ziel, die notfallmedizinische Versorgung sowie den Katastrophenschutz im südlichen Kreisgebiet weiter zu verbessern. Insgesamt investierte der Landkreis rund 9,2 Millionen Euro in das Projekt. Laut Landrat Siegurd Heinze soll die neue Wache dazu beitragen, die Sicherheit und medizinische Betreuung der Bevölkerung langfristig zu sichern.
In dem Gebäude werden künftig die Rettungswache Lauchhammer der Rettungsdienst Niederlausitz gGmbH sowie die Schnelleinsatzeinheit Sanität (SEE Sanität) des DRK-Kreisverbandes Lausitz gemeinsam untergebracht. Damit arbeiten haupt- und ehrenamtliche Kräfte erstmals an einem zentralen Standort zusammen.

Moderne Ausstattung und bessere Arbeitsbedingungen
Der Neubau ersetzt die bisherige Rettungswache in der Friedensstraße, die seit 1982 in Betrieb war und laut Landkreis nicht mehr den heutigen Anforderungen entsprach. Bereits 2019 hatte der Kreistag den Grundsatzbeschluss für den Neubau gefasst.
Das neue Gebäude bietet nach Angaben des Landkreises moderne Arbeitsbedingungen für bis zu 45 Mitarbeitende im Schichtdienst. Herzstück ist eine Fahrzeughalle mit sechs Stellplätzen sowie einer zusätzlichen Waschhalle. Hinzu kommen Aufenthalts- und Ruheräume, ein Notarztraum, Umkleide- und Sanitäreinrichtungen sowie Lager- und Technikflächen.
Die Rettungswache Lauchhammer zählt zu den größten Standorten im Landkreis und ist zugleich eine von drei Lehrrettungswachen. Derzeit sind dort rund 40 Mitarbeitende beschäftigt, darunter mehrere Auszubildende. Pro Jahr absolvieren die Einsatzkräfte etwa 4.530 Einsätze.
Zum Fuhrpark gehören unter anderem ein Notarzteinsatzfahrzeug, zwei Rettungswagen sowie ein Krankentransportwagen. Ergänzend wurde im Rahmen der Übergabe ein neues Notarzteinsatzfahrzeug im Wert von rund 112.000 Euro übergeben, das künftig in Lauchhammer stationiert wird.
Rettungsdienst und Katastrophenschutz vereint
Eine Besonderheit des Neubaus liegt laut Landkreis in der gemeinsamen Nutzung durch Rettungsdienst und Katastrophenschutz. Neben dem regulären Rettungsdienst wird auch die Schnelleinsatzeinheit Sanität des DRK am Standort untergebracht.
Diese Einheit kommt insbesondere bei größeren Schadenslagen zum Einsatz, etwa bei einem Massenanfall von Verletzten. Sie unterstützt den Rettungsdienst mit zusätzlichem Personal und Technik, richtet Behandlungsplätze ein und koordiniert Transporte.
Durch die räumliche Nähe sollen laut Landkreis künftig gemeinsame Übungen, kurze Abstimmungswege und ein intensiver fachlicher Austausch ermöglicht werden. Ziel ist es, die Einsatzbereitschaft weiter zu verbessern und Synergien zwischen haupt- und ehrenamtlichen Kräften zu schaffen.

Energieeffizienz und Technik im Fokus
Auch baulich setzt der Neubau laut Pressemitteilung auf moderne Standards. Dazu zählen energieeffiziente Fenster, eine gedämmte Dachkonstruktion sowie eine Dachbegrünung auf den Fahrzeughallen. Diese soll unter anderem Regenwasser zurückhalten und das lokale Mikroklima verbessern.
Zusätzlich werden Photovoltaikanlagen installiert, die eine teilweise Eigenstromversorgung ermöglichen. Ein Notstromaggregat stellt sicher, dass die Einsatzfähigkeit auch bei Stromausfällen erhalten bleibt.
Die Wärmeversorgung erfolgt über Fußbodenheizung sowie eine Industriebodenheizung in den Fahrzeughallen. Ergänzt wird dies durch eine raumlufttechnische Anlage mit Wärmerückgewinnung, die auch zur Kühlung beiträgt.
Teil einer langfristigen Investitionsstrategie
Der Landkreis sieht den Neubau als Teil einer langfristigen Strategie zur Stärkung der Gefahrenabwehr. In den vergangenen Jahren wurden bereits mehrere Rettungswachen modernisiert oder neu gebaut, darunter Standorte in Klettwitz, Großräschen und Lübbenau.
Insgesamt betreibt der Landkreis acht Rettungswachen. Der Rettungsdienst im Landkreis Oberspreewald-Lausitz absolviert nach Angaben der Verwaltung jährlich rund 19.900 Einsätze. Mit der neuen Rettungswache in Lauchhammer soll diese Infrastruktur weiter ergänzt werden. Ziel ist es laut Landkreis, sowohl die Versorgung der Bevölkerung als auch die Arbeitsbedingungen für die Einsatzkräfte nachhaltig zu verbessern.
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