Der Landkreis Oberspreewald-Lausitz startet nach Abschluss der Maßnahmen gegen die Afrikanische Schweinepest ein Interessenbekundungsverfahren für gebrauchte Koppel- und Weidetore. Wie der Landkreis mitteilte, werden insgesamt rund 600 Tore zu einem Festpreis von jeweils 100 Euro angeboten, die aus dem ASP-Einsatz stammen und entsprechende Gebrauchsspuren aufweisen. Die Vergabe erfolgt nach dem Windhundprinzip, wobei pro Person zunächst maximal zehn Tore erworben werden können und die Abholung im Raum Senftenberg in Eigenregie erfolgt. Interessenten können sich über ein Online-Formular anmelden und erhalten bei Verfügbarkeit eine Rückmeldung mit weiteren Schritten zum Kauf. Zudem kündigt der Landkreis an, künftig auch Teile der rund 275 Kilometer langen Schutzzäune zu veräußern, weist jedoch darauf hin, dass ein eigenständiger Abbau aktuell nicht erlaubt ist.
Interessenbekundung für Weidetore gestartet
Nach Angaben des Landkreises Oberspreewald-Lausitz beginnt nach Abschluss der Maßnahmen zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) nun die Verwertung eingesetzten Materials. Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, können Interessierte ab sofort gebrauchte Koppel- beziehungsweise Weidetore erwerben.
Die Tore bestehen aus verzinktem Stahlrohr, sind etwa 110 Zentimeter hoch und lassen sich in der Länge zwischen 405 und 500 Zentimetern verstellen. Teilweise sind sie mit Drahtgeflecht versehen und verfügen je nach Zustand über Zubehör wie Scharniere oder Verschlusssysteme. Aufgrund ihres Einsatzes bei der ASP-Bekämpfung weisen die Tore Gebrauchsspuren auf.
Vergabe nach Windhundprinzip geregelt
Die Vergabe erfolgt laut Landkreis nach dem sogenannten Windhundprinzip. Das bedeutet, dass vollständige Anfragen in der Reihenfolge ihres Eingangs berücksichtigt werden. Ein Anspruch auf den Erwerb besteht jedoch nicht. Insgesamt stehen rund 600 Tore zum Verkauf bereit.
Grundsätzlich kann Interesse an mehreren Toren bekundet werden. Der Verkauf ist zunächst auf maximal zehn Tore pro Person begrenzt. Sollten nach der ersten Vergaberunde noch Bestände verfügbar sein, will der Landkreis weitere Interessenten erneut kontaktieren.
Ablauf und Abholung der Tore erklärt
Das Verfahren erfolgt über ein Online-Formular auf der Webseite des Landkreises. Nach der Anfrage erhalten Interessenten laut Mitteilung bei Verfügbarkeit eine E-Mail mit Rechnung und Kaufvertragsentwurf. Nach Zahlungseingang wird ein Termin zur Abholung abgestimmt.
Die Übergabe erfolgt ausschließlich per Selbstabholung im Raum Senftenberg. Die Verladung muss eigenständig organisiert werden. Der Kaufvertrag wird vor Ort unterzeichnet, ein Exemplar wird ausgehändigt.
Weitere Nutzung von Zaunmaterial geplant
Der Landkreis plant darüber hinaus, zu einem späteren Zeitpunkt auch Teile der insgesamt rund 275 Kilometer langen Schutzzäune zu veräußern. Details dazu sollen im Laufe des ersten Halbjahres 2026 veröffentlicht werden.
Bis dahin weist der Landkreis darauf hin, dass das Material nicht eigenständig abgebaut oder mitgenommen werden darf. Ein Teil der Tore und Zäune soll weiterhin für mögliche zukünftige Tierseuchenlagen vorgehalten werden.
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Red. / Presseinformation







