Beim diesjährigen Regionalforum der Energieregion Lausitz „Gemeinsam Perspektiven entwickeln“ fanden sich über 100 Vertreter aus der Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung, Kammern und Verbänden, Politik und Sozialverbänden am 22.10.2013 im Refektorium in Doberlug-Kirchhain zusammen.
Neben der traditionellen Berichterstattung zu aktuellen Vorhaben aus den drei Foren der Energieregion Lausitz widmete sich das Regionalforum in diesem Jahr dem aus der Kompetenzfeldanalyse der Energieregion Lausitz identifizierten Kompetenzfeld Metall. Mit 5.426 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist es eines der stärksten Branchen in der Energieregion Lausitz und macht einen Anteil von 14,6 Prozent im Land Brandenburg. „Wir haben uns ganz bewusst dafür entschieden, in diesem Jahr einen stärkeren Fokus auf die metallverarbeitende Branche zu legen. Dies auch vor dem Hintergrund, dass innerhalb der Energieregion Lausitz der Metallbereich gleichverteilt sehr gut aufgestellt ist. Diese Basis ist bei keinem anderen Kompetenzfeld in der Form gegeben.“, sagt Norman Müller, Geschäftsführer der Energieregion Lausitz-Spreewald GmbH.
Prof. Dr. Ulrich Berger, Sprecher Cluster Metall im Land Brandenburg und Leiter des Lehrstuhls Automatisierungstechnik an der BTU Cottbus-Senftenberg, betonte in seinem Fachvortrag, dass das Industrieland Brandenburg weiter zu sichern und auszubauen sei. „Neben der Erhöhung des digitalen Datenübertragungsnetzes bei den 1.039 vorhandenen Gewerbeflächen in Brandenburg muss es Ziel sein, eine energieeffizientere Produktion voran zu bringen.“, so Prof. Berger.
Dies deckt sich mit den Erkenntnissen, die in der Wirtschaftskrise gesammelt werden konnten. Länder und Regionen mit höherem Industrieanteil haben die Krise besser gemeistert.
Entscheidend ist hierbei auch der Exportanteil. Dr. Carsten Enneper, Leiter der Abteilung Wirtschafts- und Energiepolitik aus dem Ministerium für Wirtschaft und Europaangelegenheiten des Landes Brandenburg, wies in seinem Grußwort auf den gestiegenen Export der Brandenburger Wirtschaft von 15,2 Mrd. Euro hin.
Dies konnte auch die Kjellberg Plasma und Maschinen GmbH eindrucksvoll mit Zahlen belegen. Das Unternehmen exportiert über 70 % in über 60 Ländern. „Obwohl es aufgrund der zahlreichen Zertifizierungen im Ausland und der mehrsprachigen Vertriebspartner ein teures Geschäft ist, waren es gerade die Exporte in die asiatischen Staaten, die das Unternehmen gut durch die Wirtschaftskrise gebracht haben.“, sagt Carsten Trentau, Prokurist und Leiter im Vertrieb der Kjellberg GmbH. Das 1922 gegründete Unternehmen setzt auch zukünftig auf Innovation. „Viele Aussichten bestehen in der weiteren Entwicklung im Bereich Laserschweißen und Laserschneiden.“, so der Vertriebsleiter weiter.
„Wie innerhalb der Regionalkonferenz Herr Hoffmann, Geschäftsführer der uesa GmbH, zur Kompetenzfeldanalyse der Prognos AG an gleicher Stelle schon sehr eindrucksvoll deutlich machte, zeigt auch das Beispiel Kjellberg, dass es entscheidend ist Erträge in den F&E-Bereich wieder zu investieren und gleichzeitig den Auslandsvertrieb auszubauen. Dieser Gleichklang scheint ein Erfolgsrezept zu sein, gerade auch in eher ländlich geprägten Landkreisen Wachstum zu generieren.“, so Norman Müller.
Dr. Steffen Kammradt, Sprecher der Geschäftsführung der ZukunftsAgentur Brandenburg GmbH führte im Zusammenhang mit der Clusterentwicklung Brandenburg/Berlin-Brandenburg aus, dass es Ziel ist weitere Handlungsfelder im Land zu identifizieren und Projekte mit regionalen Partnern zur Umsetzung zu bringen. „Die Kompetenzfeldanalyse im Zukunftsdialog Energieregion Lausitz ist hier ein Wegweiser, der eine regionale Profilierung erkennbar macht.“, so Dr. Kammradt. „Damit lassen sich neben der Vielfalt an vorhandenen Branchenfeldern konkrete Stärken ableiten.“
„Das Regionalforum als zentrale Plattform von Projektpartner und Akteuren der Energieregion Lausitz konnte wieder Impulse für den Zukunftsdialog Energieregion Lausitz setzen“, sagt Norman Müller, Geschäftsführer der Energieregion Lausitz-Spreewald GmbH. „Wichtig ist uns die stetige aktive Begleitung aktueller und zukünftiger Projektvorhaben zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Region.“
Quelle:
Fotos:
oben: Podium mit Referenten, Herrn Heinrich-Jaschinski, Sprecher der Energieregion Lausitz am Pult
unten: Gastreferenten in vorderster Reihe: Hr. Trentau (Kjellberg), Dr. Kammradt (ZAB), Prof. Berger (BTU), Herr Broszinski (Stadt Doberlug-Kirchhain)
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