Im Görlitzer Tierpark gibt es gleich dreifachen Nachwuchs bei den Thüringer Waldeseln. Wie der Tierpark mitteilte, leben neben dem vor knapp zwei Wochen geborenen Titus nun auch die Fohlen Tessa und Theo im Eselstall. Die drei Jungtiere sind Halbgeschwister und gehören zu einer bedrohten Haustierrasse. Für den Tierpark soll der Nachwuchs einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der seltenen Rasse leisten.
Drei junge Waldesel im Görlitzer Tierpark
Der Eselstall im Görlitzer Tierpark ist derzeit besonders belebt. Nach Angaben des Tierparks haben die Thüringer Waldesel dreifachen Nachwuchs bekommen. Zu dem bereits vor knapp zwei Wochen geborenen Hengstfohlen Titus sind inzwischen auch Tessa und Theo hinzugekommen. Damit wachsen nun drei junge Waldesel im Tierpark auf.
Die drei Fohlen haben denselben Vater. Laut Tierpark handelt es sich dabei um den dreijährigen Hengst Tarius. Damit sind Titus, Tessa und Theo Halbgeschwister. Etwas komplizierter wird es allerdings bei der mütterlichen Linie, wie Tierpark-Inspektorin Steffi Späthe in der Mitteilung erklärte.
Die Stute Tessina ist nach ihren Angaben nicht nur Mutter des Stutfohlens Tessa, sondern auch Mutter der beiden anderen Mutterstuten. Damit ist Tessina in diesem Jahr gleichzeitig Mutter und Großmutter des Nachwuchses. Ihre älteren Töchter sind für die Fohlen wiederum sowohl Mütter als auch Tanten.
Familienstammbaum der Eselfohlen ist besonders
Der ungewöhnliche Familienstammbaum sorgt im Görlitzer Tierpark für eine besondere Geschichte rund um den Nachwuchs. Während sich die Halbgeschwisterschaft durch den gemeinsamen Vater noch einfach erklären lässt, zeigt die Mutterlinie, wie eng die kleine Waldeselgruppe miteinander verbunden ist.
Tierpark-Inspektorin Steffi Späthe fasste es in der Pressemitteilung mit einem Schmunzeln zusammen. Mütterlicherseits werde es bei den Thüringer Waldeseln familiär etwas komplizierter. Gerade diese Konstellation macht den diesjährigen Nachwuchs für den Tierpark zu einer besonderen Entwicklung innerhalb der kleinen Herde.
Für Besucherinnen und Besucher dürfte der Blick in den Eselstall damit aktuell besonders spannend sein. Nach Angaben des Tierparks zeigen Titus, Tessa und Theo bereits jetzt viel Neugier. Mit ihrer lebhaften Art und dem typischen Eselcharme ziehen die Jungtiere demnach große und kleine Gäste an.
Thüringer Waldesel gelten als seltene Haustierrasse
Der Thüringer Waldesel stammt ursprünglich aus Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt. Über viele Jahrhunderte hinweg diente er als robuster und genügsamer Arbeitsesel in der Landwirtschaft. Weil die Landwirtschaft zunehmend technisiert wurde, verlor der Esel später seine frühere Rolle als Arbeitstier.
Heute haben Thüringer Waldesel eine andere Bedeutung. Laut Tierpark sind die freundlichen Langohren besonders als Freizeit-, Begleit- und Therapietiere beliebt. Gleichzeitig zählt die Rasse zu den bedrohten Haustierrassen. Deshalb kommt der Nachzucht in Tierparks und Zuchtbeständen eine besondere Rolle zu.
Der Görlitzer Tierpark hält die Rasse erst seit drei Jahren. Umso größer ist nach Angaben des Tierparks die Freude über gleich drei Fohlen in diesem Jahr. Der Nachwuchs soll einen wertvollen Beitrag dazu leisten, diese seltene Haustierrasse zu erhalten und sichtbarer zu machen.
Nachwuchs soll zum Erhalt der Rasse beitragen
Mit Titus, Tessa und Theo wächst im Görlitzer Tierpark nun eine neue Generation Thüringer Waldesel heran. Die Tiere stehen damit nicht nur für einen beliebten Besuchermoment, sondern auch für die Arbeit des Tierparks im Bereich bedrohter Haustierrassen. Der Nachwuchs soll helfen, den Bestand dieser Rasse weiter zu sichern.
Nach Angaben des Tierparks haben sich die drei Fohlen bereits gut in ihrer Umgebung eingefunden. Sie erkunden den Eselstall neugierig und zeigen sich den Gästen mit dem für Esel typischen ruhigen, aber aufmerksamen Verhalten. Gerade für Familien dürfte der Nachwuchs in den kommenden Wochen ein besonderer Anziehungspunkt sein.
Der Tierpark verbindet die Nachricht über den dreifachen Nachwuchs deshalb auch mit einem Blick auf die Geschichte dieser Haustierrasse. Aus früheren Helfern der Landwirtschaft sind heute Tiere geworden, die Menschen vor allem als Begleit-, Freizeit- und Therapietiere begegnen. Im Görlitzer Tierpark machen Titus, Tessa und Theo diese Entwicklung nun ganz konkret erlebbar.
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Red. / Presseinformation
Bild: Tierpark Görlitz




