Die Brücke über die Schwarze Elster entlang der Landesstraße L 65 in Wahrenbrück wird ab Donnerstag (4. Juni) wieder für den Fuß- und Radverkehr freigegeben. Wie der Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg mitteilte, bleibt das Bauwerk für den Kraftfahrzeugverkehr weiterhin gesperrt. Grundlage für die Teilfreigabe sind aktuelle Messungen zum Zustand der Brücke.
Brücke wieder offen für Fuß- und Radverkehr
Nach rund zwei Monaten Vollsperrung können Fußgängerinnen, Fußgänger sowie Radfahrende die Brücke über die Schwarze Elster in Wahrenbrück wieder nutzen. Der Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg teilte mit, dass die Freigabe spätestens am Donnerstagnachmittag erfolgen soll.
Nach Angaben des Landesbetriebs wurden seit der Sperrung Anfang April umfangreiche Untersuchungen am Bauwerk durchgeführt. Dabei kamen zusätzliche Messverfahren zum Einsatz, um den tatsächlichen Zustand der Brücke sowie die Entwicklung vorhandener Schäden genauer zu bewerten.
Die aktuellen Ergebnisse lassen demnach eine Nutzung durch den Fuß- und Radverkehr zu. Gleichzeitig wird die Brücke dauerhaft durch ein Monitoring-System überwacht. Die weitere Nutzbarkeit hängt laut Landesbetrieb von der Entwicklung der festgestellten Rissbildung ab.
Autos dürfen die Brücke weiterhin nicht nutzen
Für den Kraftfahrzeugverkehr bleibt die Brücke weiterhin gesperrt. Wie der Landesbetrieb Straßenwesen erklärte, würde die zusätzliche Belastung durch Fahrzeuge die bestehenden Schäden erheblich vergrößern.
Brandenburgs Infrastrukturminister Robert Crumbach bezeichnete die Teilfreigabe als wichtige Erleichterung für die Menschen vor Ort. Besonders betroffen von den bisherigen Umwegen seien unter anderem Bewohner eines Seniorenwohnheims, Familien mit Kindern aus der Kindertagesstätte sowie Mitglieder der Kirchengemeinde gewesen. Gleichzeitig betonte der Minister, dass nun die Planung und Umsetzung eines Ersatzneubaus zügig vorangetrieben werden müsse.
Informationsveranstaltung zum Neubau geplant
Über die nächsten Schritte wollen der Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg, der Landkreis Elbe-Elster sowie die Verbandsgemeinde Liebenwerda am 18. Juni 2026 informieren. Die Bürgerinformationsveranstaltung findet von 17 bis 19 Uhr im Graunzentrum in Wahrenbrück statt.
Im Mittelpunkt sollen nach Angaben der Organisatoren die Beschleunigung des Ersatzneubaus sowie die künftige Führung des Fuß- und Radverkehrs während der Bauzeit stehen.
Die Brücke stammt aus dem Jahr 1970 und wurde mit spannungsrissgefährdetem Spannstahl errichtet. Bereits im Herbst 2025 war deshalb eine Gewichtsbeschränkung auf 16 Tonnen eingeführt worden. Anfang April 2026 machte eine zunehmende Rissbildung schließlich die vollständige Sperrung des Bauwerks notwendig.
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Red. / Presseinformation




