Bei der Vollstreckung eines Haftbefehls am Flughafen BER sind am Freitag zwei Bundespolizisten verletzt worden. Nach Angaben der Bundespolizei soll ein gesuchter 35-Jähriger bei seiner Festnahme erheblichen Widerstand geleistet sowie Einsatzkräfte bedroht und beleidigt haben. Rettungskräfte brachten den Mann zunächst in ein Krankenhaus und anschließend in ein Haftkrankenhaus.
Tätlicher Angriff auf Polizisten
Der Vorfall ereignete sich am Freitagmittag am Flughafen Berlin Brandenburg in Schönefeld. Einsatzkräfte kontrollierten den Mann gegen 11:30 Uhr im Rahmen einer Einreisekontrolle. Bei der anschließenden Überprüfung seiner Personalien stellten die Beamtinnen und Beamten fest, dass die Staatsanwaltschaft Rostock nach ihm suchte.
Nach Angaben der Bundespolizei lag gegen den 35-jährigen kosovarischen Staatsangehörigen ein Haftbefehl vor. Demnach sollte er noch eine Restfreiheitsstrafe von 291 Tagen verbüßen. Die Einsatzkräfte eröffneten ihm den Haftbefehl, nahmen ihn fest und brachten ihn zur weiteren Bearbeitung in die Diensträume der Bundespolizei am Flughafen.
Dort soll sich der Mann zunehmend aggressiv verhalten haben. Laut Polizei bedrohte und beleidigte er die anwesenden Beamtinnen und Beamten. Weitere Einzelheiten zu den geäußerten Drohungen oder Beleidigungen nannte die Bundespolizei in ihrer Mitteilung nicht.
Zwei Polizisten am BER bei Widerstand verletzt
Als die Einsatzkräfte den 35-Jährigen zu Boden brachten und ihm Handfesseln anlegten, soll er erheblichen Widerstand geleistet haben. Dabei wurden nach Angaben der Bundespolizei zwei Einsatzkräfte verletzt. Ein Beamter beziehungsweise eine Beamtin erlitt Verletzungen im Gesicht, eine weitere Einsatzkraft wurde am Arm verletzt. Zum genauen Schweregrad der Verletzungen machte die Polizei keine Angaben.
Die Bundespolizei ermittelt nun unter anderem wegen des Verdachts des tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte und des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte. Außerdem stehen der Verdacht der Beleidigung, der Bedrohung sowie der versuchten Körperverletzung im Raum.
Festgenommener kommt zunächst ins Krankenhaus
Der 35-Jährige klagte nach dem Einsatz selbst über Schmerzen im Schulterbereich. Deshalb forderten die Einsatzkräfte Rettungskräfte an. Diese brachten den Festgenommenen zunächst zur medizinischen Untersuchung und Behandlung in ein nahegelegenes Krankenhaus.
Anschließend kam der Mann nach Angaben der Bundespolizei in ein Haftkrankenhaus. Dort soll er die noch ausstehende Restfreiheitsstrafe antreten beziehungsweise zunächst weiter in Haft bleiben. Die strafrechtlichen Ermittlungen zu dem Vorfall am Flughafen laufen unabhängig davon weiter.
Weitere Polizeimeldungen aus Dahme-Spreewald:
Wildau: Am Sonntag kontrollierten Polizeibeamte zur Mittagszeit einen FORD-Transporter in der Bergstraße und stellten fest, dass zwei der insgesamt fünf Insassen auf der Ladefläche mitfuhren. Darüber hinaus befanden sich in dem „Transit“ vier hochwertige Fahrräder der Marken CUBE, SCOTT und BULLS für die kein schlüssiger Herkunfts- oder Besitznachweis vorhanden war. Dafür fanden die Polizisten Tatwerkzeuge, wie sie bei Fahrraddiebstählen benutzt werden. Die fünf Männer im Alter zwischen 19 und 22 Jahren wurden vorläufig festgenommen und Ermittlungsverfahren eingeleitet. Das Fahrzeug und die Fahrräder wurden sichergestellt.
Schönefeld: In der Nacht zum Sonntag trieben Diebe ihr Unwesen in der Thomas-Dachser-Allee, wie der Polizei am Nachmittag angezeigt wurde. Von einem BRABUS-SMART waren alle vier Kompletträder gestohlen und so ein Schaden von mehreren tausend Euro verursacht worden. Nach der Spurensicherung hat die Kriminalpolizei weiterführende Ermittlungen übernommen.
BAB 13 bei Teupitz: Über einen Verkehrsunfall auf der Autobahn in Richtung Berlin wurde die Polizei am Sonntag kurz nach 16:00 Uhr informiert. Nach einer Unaufmerksamkeit des Fahrers war ein PKW TOYOTA zwischen Baruth und Teupitz zu weit in die linke Fahrspur geraten und dort mit einem VW kollidiert. Es blieb bei Sachschäden von rund 6.000 Euro an den weiter fahrbereiten Autos, die Insassen blieben unverletzt.
Schönefelder Kreuz: Auf dem Berliner Ring ereignete sich am Sonntag zwischen Rangsdorf und dem Schönefelder Kreuz ein Verkehrsunfall, wie der Polizei um 16:15 Uhr gemeldet wurde. Eine Unaufmerksamkeit beim Wechsel der Fahrspur war die Ursache einer Kollision zweier PKW BMW, die mit einem Sachschaden von etwa 5.000 Euro endete. Personen kamen nicht zu Schaden und beide Autos blieben fahrbereit.
BAB 113, Schönefeld: Im Rahmen ihrer nächtlichen Kontrollfahrten stellten Beamte der Autobahnpolizei am Sonntag kurz vor 23:00 Uhr zwischen dem Schönefelder Kreuz und dem Waltersdorfer Dreieck ein scheinbar herrenloses Fahrzeug auf dem Standstreifen fest. Von den Insassen fehlte jede Spur und der FIAT-Kleinwagen mit polnischen Kennzeichen stand nicht in Fahndung. Der „Panda“ wurde sichergestellt und in Zusammenarbeit mit der polnischen Polizei wurden Ermittlungen zum aktuellen Halter eingeleitet.
Bestensee: Für den Fahrer eines PKW MAZDA begann die neue Woche mit einem unfreiwilligen Besuch in der Polizeiinspektion. Polizisten hatten das Auto gegen 07:30 Uhr am Montagmorgen in der Hauptstraße gestoppt, um eine Verkehrskontrolle durchzuführen. Dabei schlug der Drogenvortest beim 35-jährigen Fahrer positiv auf Kokain und Opiate an. Was folgte, war die beweissichernde Blutprobe, die Einleitung der entsprechenden Verfahren und die Untersagung der Weiterfahrt.
Schenkendorf: Ein Gewerbegrundstück im Zeppelinring wurde am vergangenen Wochenende von Einbrechern heimgesucht, wie die Polizei am Montagmorgen erfuhr. Gebäude, Garagen und Container von vier Firmen waren aufgebrochen worden, um Bargeld, Werkzeuge und Dieselkraftstoff zu stehlen. Der bislang absehbare Schaden ist vierstellig. Was genau im Einzelnen entwendet wurde und das tatsächliche Ausmaß der Schäden ist nun Gegenstand eines Ermittlungsverfahrens. In dessen Rahmen kamen am Vormittag Kriminaltechniker bei der Spurensicherung zum Einsatz.
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Red. / Presseinformation




