Die Brandenburger Aufarbeitungsbeauftragte zeigt am Mittwoch, 4. November, in der Stadtbibliothek Königs Wusterhausen den NDR-Film „Trauer unter Kontrolle“ über den Flugzeugabsturz vom 12. Dezember 1986 bei Berlin-Bohnsdorf. Danach spricht Buchautor Matthias Baerens mit dem Publikum. Der Eintritt ist frei.
Vor 40 Jahren starben 72 Menschen bei Bohnsdorf
Im Dezember 1986 stürzte beim Landeanflug auf den Flughafen Schönefeld der Aeroflot-Flug 892 nahe Berlin-Bohnsdorf ab. 72 Menschen starben, zehn überlebten. Unter den Toten waren 20 Schülerinnen und Schüler einer 10. Klasse aus Schwerin, ihre Klassenlehrerin und zwei Betreuer. Das teilt die Behörde der Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur (LAkD) mit.
Die Maschine, eine Tupolew Tu-134A, war nach Angaben der Online-Enzyklopädie Wikipedia in Minsk gestartet. Die Schweriner Klasse kehrte demnach von einer Abschlussfahrt in die damalige sowjetische Stadt zurück. Weitere Angaben zum Unglück enthält der Wikipedia-Artikel zum Aeroflot-Flug 892.
Buchautor Matthias Baerens forschte jahrelang dazu
Matthias Baerens hat sich laut LAkD jahrelang mit dem Absturz, den Erlebnissen der Menschen und vielen anderen Fragen beschäftigt. Daraus sind ein Buch und später ein Dokumentarfilm entstanden. Der Absturz von 1986 rief nach Angaben der Behörde die Erinnerungen an den Absturz einer Iljuschin Il-62 im August 1972 in der Nähe von Königs Wusterhausen wach. Auch damit hat sich Baerens auseinandergesetzt.
Gezeigt wird der NDR-Film „Trauer unter Kontrolle“ von Carolin Kock. Die Veranstaltung trägt den Titel „Trauer unter Kontrolle. Der Flugzeugabsturz vom 12. Dezember 1986 bei Berlin-Bohnsdorf und die Folgen“.
So läuft der Abend in der Stadtbibliothek ab
Zur Begrüßung sprechen Ute Köhler, Leiterin der Stadtbibliothek Königs Wusterhausen, und Susanne Kschenka, Stellvertreterin der Aufarbeitungsbeauftragten. Matthias Baerens führt anschließend kurz in den Film ein. Nach der Vorführung von „Trauer unter Kontrolle“ kommen der Buchautor und das Publikum ins Gespräch. Susanne Kschenka moderiert. Die LAkD richtet den Abend in Kooperation mit der Stadtbibliothek aus.
Die Filmvorführung beginnt am Mittwoch, 4. November 2026, um 17 Uhr in der Stadtbibliothek Königs Wusterhausen, Scheederstraße 1c, 15711 Königs Wusterhausen. Der Eintritt ist frei.
Linda Teuteberg folgt im Dezember auf Maria Nooke
Anfang Oktober hatte die Landesbeauftragte bereits einen Filmabend mit Stasi-Zeitzeugen in Guben gefördert. Zum 1. Dezember wechselt an der Spitze der Behörde die Leitung: Der Landtag hat Linda Teuteberg zur neuen Aufarbeitungsbeauftragten gewählt. Sie folgt auf Dr. Maria Nooke.
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