Am Mittwochabend haben aufmerksame Bürger von Cottbus eine Absenkung des Fußweges auf der östlichen Seite der Stadthalle, Nähe Straßenbahnhaltestelle, festgestellt. Daraufhin wurde die betreffende Fläche zunächst gesperrt.
Seit Donnerstag gibt es umfangreiche Untersuchungen durch die LWG Lausitzer Wasser GmbH & Co., KG, den ausführenden Unternehmen und einem Baugrundingenieurbüro. Die bisherigen Befunde lassen die Fachleute vermuten, dass bei dem zurzeit laufenden unterirdischen Vortrieb für den Bau des neuen Mischwassersammlers in Richtung Ebertstraße eine alte, in den Plänen nicht markierte Baugrube getroffen wurde. Dadurch kam es zu Einbrüchen im Baugrund.
Thomas Kung, Geschäftsführer der bauleitenden DEGAT dazu: „Gestern Abend nach Abschaltung der Vortriebsmaschine ereilte uns eine Meldung der Feuerwehr, großflächige Absenkungen, sogenannter Verbruch, ist über der Vortriebstrasse zu erkennen. Es wurden sofort Absperrmaßnahmen eingeleitet! Nach erster Sondierung befinden sich in der Nähe der Trasse alte Schächte und Leitungen der historischen Stadtpromenade. Diese sind wahrscheinlich beim Bau der Stadthalle nicht verfüllt oder verpresst worden, so dass nun unser Schmiermittel Bentonit, welches mit sehr hohem Druck in das Erdreich gedrückt wird, über derartige alte Öffnungen entweichen konnte und dabei große mengen Erdreich mit sich gerissen hat. Das Ergebnis ist vor Ort und auf den Bildern zu erkennen. Die Bohrfachleute von Fa. Braumann sagen, das dies keine unnormale Erscheinung ist und bei bestimmten Bodenarten und alten nichtverfüllten Öffnungen hin und wieder passieren kann. Es muss nun erkundet und der fehlende Boden muss nachgefüllt werden. Dann Pflaster drauf und alles ist wieder schick!“
Die Untersuchungen werden am Freitag fortgesetzt. Trotz des Bodeneinbruchs kann der Vortrieb zunächst fortgesetzt werden, so dass sich die Bauarbeiten nur geringfügig verzögern.
Der Stadthallenbetrieb ist nicht betroffen, denn die nächste größere Veranstaltung steht erst im September auf dem Plan. Ob es Auswirkungen für den Straßenbahnverkehr in diesem Bereich gibt, werden die nächsten Untersuchungen zeigen.
Fotos: DEGAT; Benjamin Schulz

















