Von unserem letzten Tag vor unserer einwöchigen Pause gibt es nicht so viel zu erzählen, denn es war die meiste Zeit „closed set“. Das gibt uns aber die Möglichkeit zu erklären, was“ closed set“ bedeutet.
Wenn eine Szene sehr emotional ist oder besondere Konzentration von Schauspielern und Regie erfordert, oder, wenn Intimszenen gedreht werden und deswegen besondere Anspannung herrscht, wird für gewöhnlich die Crew am Set auf das Minimum reduziert und ein „closed set“ – also ein geschlossenes Set – ausgerufen. Das bedeutet dann, dass nur noch die Schauspieler, die Regie, die Kamera (oft auch nichtmal der eigentlich unentbehrliche Kameraassistent) und ein Tonmeister oder eine Tonmeisterin am Set sind. Alle anderen haben dann Pause.
Mehrere solcher Szenen haben wir am Freitag gedreht. Eine Szene war sehr emotional und eine andere erforderte körperlichen Einsatz von unseren Darstellern, weswegen Konzentration unabdingbar war.
Wir, der Rest der Crew, mussten also warten und, weil ja mit Ton gedreht wird, ganz leise sein, und, was für einen Filmdreh typisch ist: Warten. Was für Szenen genau gedreht wurden verraten wir erst mit der Filmpremiere.
Als wir den Drehtag dann endlich geschafft hatten, gab’s dann auch noch ein Bergfest (das feiert man auch beim Film, wenn die Hälfte des Drehs gewuppt ist). Zuerst wurden wir zu Mitternacht begrillt und danach ging es ins großartige Scandale in Cottbus! Das Set in Kolkwitz ist abgeschlossen, wir haben es zurückgebaut und in den Orginalzustand versetzt. An der Stelle noch einmal vielen Dank an alle Kolkwitzer wegen der vielen parkenden Autos tagsüber und die hellen Lichter nachts!
Wir freuen uns schon auf den zweiten Teil unseres Drehs in Cottbus, bis dahin tanken wir alle die Kräfte auf – bis auf unseren Kameramann Jan Prahl. Wegen ihm haben wir nämlich die Pause – er hat einen unerwarteten Job in LA angeboten bekommen. Und das gönnen wir ihm alle, freuen uns über unsere freie Zeit und auch darauf, in einer Woche mit ihm weiterdrehen zu können.
Text: Amrei Kriener und Benjamin Andriske
Fotos: Holger Bergmann und Benjamin Andriske




