Wie verändert gezielte Förderung den Wissenschaftsbetrieb? Auf diese Frage antwortet ab Mittwoch eine Ausstellung an der BTU Cottbus-Senftenberg. Im Informations-, Kommunikations- und Medienzentrum sind 17 großformatige Poster zu sehen, wie die Universität mitteilt.
Siebzehn Poster über Karrierewege
Die Schau trägt den Titel „FEM*Lights @ BTU“ und läuft vom 5. bis 31. August 2026. Sie stellt Wissenschaftlerinnen der Universität vor und dokumentiert die Ergebnisse des Professorinnenprogramms III. Fotos, Zahlen und persönliche Erfahrungsberichte zeigen dabei, wie einzelne Karrierewege verlaufen sind.
Die Poster geben zudem einen Überblick über die umgesetzten Maßnahmen. Dazu zählen Mentoring-, Netzwerk- und Karriereprogramme ebenso wie die Förderung des MINT-Nachwuchses. Auch der Aufbau dauerhafter Frauennetzwerke und die Stärkung von Debattier- und Gremienkompetenzen werden aufgegriffen.
Anteil der Professorinnen deutlich gestiegen
Das zugrunde liegende Programm endete nach mehr als fünf Jahren am 30. Juni 2026. Die Universität zieht dennoch eine Bilanz, die über die Laufzeit hinausweisen soll. Der Anteil der Professorinnen stieg demnach von 21 auf 31 Prozent.
Außerdem wurden 32 MINT-Frauenförderstipendien vergeben und ein datenbasiertes Gender-Monitoring etabliert. Mentoring- und Karriereangebote seien dauerhaft verankert worden, teilt die BTU weiter mit. Wissenschaftlerinnen der Universität hätten dadurch national und international an Sichtbarkeit gewonnen.
Förderung soll über das Programm hinaus wirken
Mit der Schau will die Universität sichtbar machen, was von der Förderung bleibt. Die Beispiele reichen von der Sichtbarmachung weiblicher Vorbilder bis zu strukturellen Veränderungen im Universitätsbetrieb. Angesprochen sind damit nicht nur Beschäftigte, sondern auch Studieninteressierte.
Gerade im MINT-Bereich, der die BTU als technische Universität prägt, sind Frauen in Professuren bundesweit weiterhin unterrepräsentiert. Die dokumentierten zehn Prozentpunkte Zuwachs beziehen sich ausdrücklich auf die BTU selbst.
Ausstellung an der BTU ist frei zugänglich
Zu sehen ist die Posterschau im Erdgeschoss des IKMZ auf dem Zentralcampus in Cottbus. Der Eintritt ist kostenfrei, geöffnet ist während der regulären Öffnungszeiten des Medienzentrums. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Weil das IKMZ auch außerhalb der Vorlesungszeit geöffnet hat, lässt sich der Besuch gut mit einem Gang über den Campus verbinden. Das markante Gebäude des Architekturbüros Herzog & de Meuron gehört zu den bekanntesten Bauten der Stadt.
Begleitangebote und Kontakt zur Universität
Die Ausstellung an der BTU läuft knapp vier Wochen und damit deutlich länger als übliche Kurzpräsentationen. Dadurch können auch Gruppen, Schulklassen und Studieninteressierte den Besuch flexibel einplanen. Fragen zur Schau beantwortet die Pressestelle der Universität.
Ausführliche Informationen zu den einzelnen Postern und den vorgestellten Wissenschaftlerinnen stellt die BTU zusätzlich auf ihrer eigenen Nachrichtenseite bereit. Dort finden sich außerdem weiterführende Angaben zum Professorinnenprogramm und zu den Förderangeboten, die über dessen Ende hinaus fortgeführt werden.
Foto: BTU/Sebastian Rau (Symbolbild)
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