Mit zwei Ausstellungseröffnungen, einer Sonderöffnung des Schlosses und der Präsentation eines neu erworbenen Ölgemäldes feiert die Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz am 30. Juli 2026 den 228. Geburtstag des in Cottbus geborenen Landschaftsmalers Carl Blechen. Wie die Stiftung erklärte, steht dabei besonders das um 1836 entstandene Werk „Mönch in der Felsengrotte“ im Mittelpunkt, das mit Unterstützung des Landes Brandenburg, der Stadt Cottbus und aus Eigenmitteln für die Carl-Blechen-Sammlung erworben wurde. Zugleich eröffnen im Schloss eine Kabinettausstellung über den Maler Hugo Paul Harrer sowie eine Präsentation zeitgenössischer Arbeiten von Mona Höke und Kathrin Karras. Ab 19 Uhr bleibt das Schloss im Rahmen einer Sonderöffnung bis 21.30 Uhr zugänglich, während parallel auf der Schlossterrasse eine Blechen-Party stattfindet. Mehr dazu im Video ->> Hier klicken
Neues Blechen-Gemälde ergänzt die Sammlung
Im Zentrum des Festtages steht das Ölgemälde „Mönch in der Felsengrotte“, das um 1836 entstand. Nach Angaben der Stiftung stammt das Werk aus Privatbesitz. Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg und die Stadt Cottbus unterstützten den Ankauf, außerdem setzte die Stiftung eigene Mittel ein. Damit erweitert das Gemälde die Carl-Blechen-Sammlung der Stadt Cottbus, die sich seit 2025 im Eigentum der Stiftung befindet.
Die Stiftung bezeichnet den Erwerb als Glücksfall. Ihrer Einschätzung zufolge dokumentiert das Bild Blechens späte Schaffensphase auf besondere Weise. Außerdem sieht die Stiftung darin exemplarisch die Spannung zwischen Vollendung und Fragment sowie zwischen künstlerischem Anspruch und zunehmendem Verfall, die sie für Blechens Spätwerk beschreibt. Deshalb spricht die Stiftung im Zusammenhang mit dem Werk auch vom „letzten Blechen“. Nun soll das Bild im Kontext von fast 90 gezeigten Blechen-Werken seine Würdigung innerhalb der Sammlung erhalten.
Kulturstaatssekretär Tobias Dünow würdigt laut Pressemitteilung die Arbeit der Stiftung am Erbe von Fürst Pückler und Carl Blechen. Das Land Brandenburg habe den Erwerb eines weiteren bedeutenden Werkes gern unterstützt, erklärte Dünow. Zugleich verband er die Präsentation mit dem Wunsch nach zahlreichen Besucherinnen und Besuchern beim Festtag in Branitz.
Ausstellungen verbinden Kunst und Stadtgeschichte
Um 18 Uhr eröffnet im Chamois-Zimmer des Schlosses eine Kabinettausstellung über Hugo Paul Harrer. Sein Nachlass bildet nach Angaben der Stiftung einen bedeutenden Teil der Carl-Blechen-Sammlung. Harrers Witwe Franziska heiratete später den Cottbuser Oberbürgermeister Paul Werner. Dieser erbte die mehr als 200 Arbeiten umfassende Harrer-Sammlung und vermachte sie anschließend testamentarisch der Stadt Cottbus.
Die Ausstellung stellt die unterschiedlichen künstlerischen Blicke von Blechen und Harrer auf Italien gegenüber. Dabei geht es unter anderem um Licht, Architektur und Landschaft. Zugleich verbindet die Schau die Geschichte der städtischen Sammlung mit der Landschaftskunst des 19. Jahrhunderts. Dadurch sollen die individuellen Zugänge beider Künstler sichtbar werden.
Außerdem beginnt im Frühstückszimmer des Schlosses die diesjährige Intervention zeitgenössischer Kunst. Die Malerin Mona Höke und die Fotokünstlerin Kathrin Karras präsentieren dafür großformatige Gemeinschaftsarbeiten. In diesen Werken verarbeiten sie Fotografie und Malerei unmittelbar miteinander und führen beide Kunstformen zu neuen Motiven zusammen.
Nach Darstellung der Stiftung beziehen sich die Arbeiten auf Fürst Pücklers historische Orientreisen, seine Weltoffenheit und seinen Mut, künstlerische und gesellschaftliche Grenzen zu überschreiten. Auch Höke und Karras verlassen mit ihren Gemeinschaftsarbeiten die Grenzen ihrer jeweiligen Disziplinen. Daraus soll im privaten Rückzugsort Pücklers ein visueller Dialog über Heimat, Kosmopolitismus und die Sehnsucht nach Freiheit entstehen.
Festabend in Branitz mit Sonderöffnung und Party
Das Fest für Carl Blechen in Branitz beginnt am Donnerstag, 30. Juli 2026, um 18 Uhr im Besucherzentrum von Schloss Branitz. Zunächst eröffnet die Stiftung dort die beiden Ausstellungen. Anschließend bleibt das Schloss ab 19 Uhr im Rahmen einer Sonderöffnung bis 21.30 Uhr zugänglich. Dadurch können Besucherinnen und Besucher sowohl das neu erworbene Gemälde als auch die zeitgenössischen Arbeiten in den Abendstunden ansehen. Parallel zur Sonderöffnung findet auf der Schlossterrasse die Blechen-Party statt. Die Ausstellungen laufen anschließend regulär vom 31. Juli bis zum 1. November 2026. Geöffnet ist das Museum mittwochs bis montags jeweils von 10 bis 17 Uhr, während es dienstags geschlossen bleibt.
Für den regulären Besuch der Harrer-Ausstellung nennt der städtische Veranstaltungskalender einen Eintrittspreis von 11 Euro für Erwachsene und 8 Euro für Ermäßigungsberechtigte. Kinder und Jugendliche bis zum Alter von 18 Jahren erhalten demnach freien Eintritt. Weitere Angaben zum Festprogramm veröffentlicht die Stiftung unter pueckler-museum.de.
Heute in der Lausitz – Unser täglicher Newsüberblick
Mehr Infos und News aus der Lausitzer und Südbrandenburger Region sowie Videos und Social-Media-Content von heute findet ihr in unserer Tagesübersicht –>> Hier zur Übersicht
Red. / Presseinformation




