Das für Freitag angekündigte Unwetter ist in Südbrandenburg weitgehend ausgeblieben. Zwar zog am Abend eine Gewitterlinie mit kräftigen Böen und örtlich Starkregen durch, doch die befürchtete Wucht blieb aus. Die Feuerwehr zählte nur wenige kleinere Einsätze.
Gewarnt war vor Böen bis 110 km/h
Der Deutsche Wetterdienst hatte für Nachmittag und Abend eine Unwetter-Vorabinformation herausgegeben. Erwartet wurden Starkregen von 25 bis 40, örtlich bis 60 Litern pro Quadratmeter, schwere Sturm- bis orkanartige Böen von 80 bis 110 Kilometern pro Stunde sowie Hagel um drei Zentimeter. Über die Warnung hatten wir vorab berichtet: DWD warnt vor schweren Gewittern in Südbrandenburg. In dieser Dimension traf es die Region jedoch nicht.
Feuerwehr zieht eine ruhige Bilanz
Bei der Feuerwehr-Leitstelle Cottbus, die für die Stadt Cottbus sowie die Landkreise Spree-Neiße, Oberspreewald-Lausitz, Dahme-Spreewald und Elbe-Elster zuständig ist, blieb es bei wenigen kleineren Einsätzen. Gemeldet wurden vor allem abgebrochene Äste und ein umgestürzter Baum, Verletzte gab es, Stand 18.07.2026, nicht. Größere Schäden oder Überflutungen wurden aus der Region nicht bekannt.
Örtlich kräftig, andernorts kein Tropfen
Typisch für sommerliche Wärmegewitter fiel der Regen sehr ungleich. Während Norden und Nordosten teils kräftige Schauer abbekamen, blieb es im Süden vielerorts trocken. Am meisten Regen fiel nach Auswertung von Wetterdaten rund um Königs Wusterhausen, dazu in Guben, Cottbus und im Spreewald; eine nächtliche Zelle brachte Spremberg noch einmal Regen. In Senftenberg, Lauchhammer oder Bad Liebenwerda blieb es dagegen nahezu trocken. Gemeinsam war der Region ein deutlicher Temperatursturz um rund zehn Grad und Böen bis etwa 75 Kilometer pro Stunde – spürbar, aber unter Unwetterniveau.
Die Regenmengen von Freitagnachmittag bis Samstagfrüh im Überblick (gerundete Auswertung von Wetterdaten):
| Ort | Regen (gerundet) |
|---|---|
| Königs Wusterhausen | ~14 mm |
| Guben | ~10 mm |
| Spremberg | ~6 mm (nachts) |
| Cottbus | ~5 mm |
| Lübbenau | ~4 mm |
| Beeskow | ~4 mm |
| Bad Liebenwerda | fast trocken |
| Senftenberg | trocken |
Schwere Unwetter trafen andere Regionen
Die eigentliche Wucht des Tages entlud sich weiter westlich. Schwerpunkte waren Sachsen-Anhalt mit Regenmengen bis über 60 Liter pro Quadratmeter im Raum Aschersleben, Staßfurt und Bernburg sowie Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern. Dort liefen Straßen voll und die Feuerwehren rückten zu zahlreichen Einsätzen aus. Südbrandenburg lag am Rand des Geschehens – und kam damit glimpflich davon.
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