Mehrere Menschen in Cottbus haben am Montag sogenannte Schockanrufe erhalten. Wie die Polizei mitteilte, gaben sich unbekannte Täter am Telefon als Ärzte aus und behaupteten, Angehörige seien schwer erkrankt. Für eine angeblich notwendige Behandlung forderten sie eine sofortige Zahlung. Nach Polizeiangaben entstand in den gemeldeten Fällen kein finanzieller Schaden.
Falsche Ärzte täuschen schwere Erkrankung vor
Der Polizei wurden am Montag mehrere versuchte Betrugsfälle in Cottbus gemeldet. Nach Angaben der Behörde meldeten sich unbekannte Täter telefonisch bei den Betroffenen und stellten sich als Ärzte eines Krankenhauses vor.
Während der Gespräche erklärten die Anrufer, dass ein Angehöriger schwer erkrankt sei. Für eine teure medizinische Behandlung müsse deshalb umgehend Geld gezahlt werden. Mit dieser Behauptung versuchten die Täter, die Angerufenen unter Druck zu setzen und zu einer schnellen Zahlung zu bewegen.
In den der Polizei bekannten Fällen erkannten die Betroffenen die Betrugsversuche rechtzeitig. Geld wurde nicht übergeben oder überwiesen. Daher entstand nach Angaben der Polizei kein finanzieller Schaden.
Polizei warnt vor Druck am Telefon
Nach den Schockanrufen in Cottbus weist die Polizei darauf hin, dass sich Angerufene niemals unter Zeitdruck zu einer Zahlung bewegen lassen sollten. Weder die Polizei noch die Staatsanwaltschaft, ein Gericht oder medizinisches Personal würden telefonisch Geld verlangen.
Wer einen verdächtigen Anruf erhält, sollte das Gespräch nach Empfehlung der Polizei sofort beenden. Außerdem rät die Behörde dazu, die angezeigte Telefonnummer zu notieren und anschließend die Polizei über den Notruf 110 zu informieren.
Betroffene sollten bei Zweifeln zudem eine vertraute Person einbeziehen. Gemeinsam lasse sich prüfen, ob die während des Telefonats geschilderte Geschichte tatsächlich stimmen könne. Auch ein direkter Anruf bei den angeblich betroffenen Angehörigen kann Klarheit schaffen. Dabei sollte jedoch eine bereits bekannte Telefonnummer und nicht eine Nummer verwendet werden, die der unbekannte Anrufer nennt.
Codewörter können Familien zusätzlich schützen
Darüber hinaus empfiehlt die Polizei, innerhalb der Familie ein persönliches Codewort zu vereinbaren. Dieses kann in einem echten Notfall helfen, die Identität eines Angehörigen zu bestätigen. Fremden Personen sollte das vereinbarte Wort nicht mitgeteilt werden.
Grundsätzlich rät die Polizei, auf das eigene Bauchgefühl zu hören. Kommt eine Forderung ungewöhnlich vor oder versucht ein Anrufer, Angst und Zeitdruck zu erzeugen, sollte das Gespräch beendet werden. Persönliche Daten, Informationen über Vermögen oder Kontoverbindungen sollten am Telefon ebenfalls nicht an unbekannte Personen weitergegeben werden.
Weitere Polizeimeldungen aus Cottbus:
Cottbus: Am Montag gegen 14:15 Uhr wurde die Polizei zu einem Einbruch in ein Mehrfamilienhaus der Görlitzer Straße gerufen. Hier war ein unbekannter Täter in eine Wohnung gelangt und hatte sie durchwühlt. Nach ersten Erkenntnissen wurden 500 Euro Bargeld und ein Tablet entwendet. Die Kriminalpolizei sicherte Spuren und leitete weitere Ermittlungen ein.
Cottbus: Durch Polizisten wurde am Montag gegen 19:00 Uhr ein in Fahndung stehendes Damenfahrrad in der Sielower Landstraße aufgefunden. Die Beamten stellten das Fahrrad der Marke PEGASUS sicher, sodass der Eigentümer bald wieder losradeln kann.
Cottbus: Zu einem Unfall mit Blechschaden wurde die Polizei am Dienstagmorgen gegen 08:50 Uhr in die Hufelandstraße gerufen. Hier war aus bislang ungeklärter Ursache ein PKW KIA mit einem HYUNDAI kollidiert. Sowohl der „Sportage“, als auch der „i30“ blieben bei einem Sachschaden von etwa 4.000 Euro fahrbereit, sodass die unverletzten Fahrer ihre Fahrt fortsetzen konnten.
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Red. / Polizeimeldung




