Trotz des derzeit verstärkten Auftretens des Eichenprozessionsspinners sind im Oberspreewald rund um Burg keine Fließe gesperrt. Wie das Amt Burg (Spreewald) mitteilt, können Kahnfahrten sowie Paddel- und Kanutouren weiterhin stattfinden. Auch für Radfahrer und Wanderer gelten keine Einschränkungen. Allerdings wird dazu geraten, Eichenbestände möglichst zu meiden und Abstand zu Raupen und Nestern zu halten.
Eichenprozessionsspinner in allen Amtsgemeinden nachgewiesen
Der Eichenprozessionsspinner hat sich nach Angaben des Amtes Burg im gesamten Amtsgebiet ausgebreitet. Betroffen seien vor allem freistehende Eichenbestände in allen Amtsgemeinden. Nachweise gebe es an einzelnen Bäumen und Baumgruppen unter anderem im Penkeweg, im Wildbahnweg, am Schlossbergweg, im Kurpark und auf der Kauperinsel in Burg (Spreewald). Weitere betroffene Bereiche befinden sich laut Amt am Sportplatz in Schmogrow, im Bauernende in Werben sowie an der Kindertagesstätte in Fehrow. An den entsprechenden Stellen wurden Warn- und Hinweisschilder aufgestellt. In besonders sensiblen Bereichen werden die Nester entfernt. Vorrang haben dabei Spielplätze, Kindertagesstätten und Schulen. Abgesaugt wurde der Eichenprozessionsspinner beispielsweise in der Schulstraße an der Kita in Werben, an der Grundschule in Briesen sowie auf dem Friedhof in Guhrow.
Touristische Angebote bleiben nutzbar
Das Amt Burg stellt ausdrücklich klar, dass im Oberspreewald derzeit keine Fließe gesperrt sind. Kahnfahrten sowie Touren mit Paddelbooten und Kanus sind damit weiterhin möglich. Einschränkungen für das Fahrradfahren oder Wandern bestehen ebenfalls nicht. Die Raupen werden voraussichtlich noch vier bis fünf Wochen auftreten. Anschließend verpuppen sie sich und entwickeln sich zu Faltern.
Brennhaare können Beschwerden verursachen
Eine gesundheitliche Gefahr entsteht vor allem durch den Kontakt mit den Brennhaaren der Raupen. Nach Angaben des Amtes kann es zu starkem Juckreiz und anschließenden Hautentzündungen wie Dermatitis oder Ekzemen kommen. Auch Reizungen der Augen, der Schleimhäute und der Atemwege seien möglich. Die Ordnungsverwaltung empfiehlt deshalb, Eichenbestände derzeit möglichst zu meiden. Wer Raupen oder Gespinste entdeckt, sollte ausreichend Abstand halten und weder die Tiere noch die Nester berühren. Das gelte auch für ältere Gespinste. Nester sollten keinesfalls selbst entfernt werden. Kinder und Hunde seien von befallenen Bereichen fernzuhalten. Besonders für Hunde könnten ältere, auf den Boden gefallene Nester gefährlich sein. Lässt sich ein Aufenthalt in der Nähe befallener Bäume nicht vermeiden, können lange Kleidung und eine Kopfbedeckung den Hautkontakt reduzieren. Nach einem möglichen Kontakt wird empfohlen, zu duschen, die Haare zu waschen und die getragene Kleidung zu reinigen. Bei schweren oder länger anhaltenden Beschwerden sollte ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.
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Red. / Presseinformation




