Die Stadt Cottbus warnt vor einer zunehmenden Ausbreitung des Eichenprozessionsspinners im Stadtgebiet und ruft insbesondere in Parks, Grünanlagen, an Wegen und Spielplätzen zur Vorsicht auf. Nach Angaben der Stadt wurden in den vergangenen Tagen vermehrt befallene Bäume festgestellt, unter anderem im Eliaspark und im Spreeauenpark, weitere Vorkommen können nicht ausgeschlossen werden. Die Raupen des Schädlings entwickeln gesundheitsschädliche Brennhaare, die unter anderem Hautreizungen, Augenbeschwerden, Husten oder allergische Reaktionen auslösen können. Betroffene Bereiche werden gekennzeichnet oder abgesperrt, die Entfernung der Nester erfolgt ausschließlich durch Fachfirmen. Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, Abstand zu befallenen Bäumen zu halten, abgesperrte Bereiche nicht zu betreten und verdächtige Beobachtungen mit Foto und Standortangabe an die Stadt zu melden.
Eichenprozessionsspinner in Cottbus entdeckt
Im Stadtgebiet von Cottbus sind nach Angaben der Stadtverwaltung vermehrt Vorkommen des Eichenprozessionsspinners festgestellt worden. Deshalb bittet die Stadt vor allem in der Nähe von Eichen um besondere Vorsicht. Das gilt unter anderem für Parkanlagen, Grünzüge mit Eichenbeständen, Wege und Spielplätze.
Derzeit werden im Eliaspark mehrere befallene Bäume gekennzeichnet. Zudem weist die Stadt darauf hin, dass entsprechende Absperrungen und Hinweisschilder dringend beachtet werden müssen. Im Spreeauenpark wurde bereits eine große Eiche aufwendig abgesaugt. Weitere Bäume sind dort gekennzeichnet.
Auch Gehölze im benachbarten Tierpark könnten laut Stadt betroffen sein. Ein weiterer Befall im Stadtgebiet könne derzeit nicht ausgeschlossen werden. Aus dem Cottbuser Umfeld liegen außerdem Hinweise auf Vorkommen im Bereich Krieschow vor.
Warum die Brennhaare gefährlich werden können
Der Eichenprozessionsspinner tritt bevorzugt an Eichen auf. Die Raupen bilden ab dem Frühjahr Gespinste und entwickeln ab dem dritten Larvenstadium feine Brennhaare. Diese Haare können bei Menschen und Tieren gesundheitliche Beschwerden auslösen.
Nach Angaben der Stadt können die Brennhaare durch Wind verbreitet werden. Außerdem können sie auch noch lange Zeit nach dem Verlassen der Nester wirksam bleiben. Deshalb sollten Raupen, Gespinste und Nester keinesfalls berührt oder eigenständig entfernt werden.
Der Kontakt mit den Brennhaaren kann starken Juckreiz, Hautrötungen, Quaddeln, Augenreizungen, Bindehautentzündungen, Reizhusten, Atembeschwerden und allergische Reaktionen verursachen. Bei starken Hautreaktionen, Atemnot, Schwindel oder allergischen Beschwerden sollte nach Angaben der Stadt umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch genommen oder der Notruf 112 verständigt werden.
Stadt nennt wichtige Verhaltenshinweise
Die Stadt Cottbus empfiehlt, Abstand zu befallenen Bäumen zu halten und abgesperrte Bereiche nicht zu betreten. Raupen und Nester sollten nicht berührt werden. Außerdem sollten Äste nicht geschüttelt und Arbeiten im unmittelbaren Umfeld befallener Bäume vermieden werden.
Kinder sollten von betroffenen Bereichen ferngehalten werden. Hunde sollten an der Leine geführt werden und befallene Standorte meiden. Die Entfernung der Nester erfolgt laut Stadt ausschließlich durch geschultes Fachpersonal.
Bei einem möglichen Kontakt mit Brennhaaren empfiehlt die Stadt, Kleidung möglichst sofort zu wechseln und getragene Kleidung bei mindestens 60 Grad zu waschen. Zudem sollten Haut und Haare gründlich gewaschen sowie Augen vorsichtig mit sauberem Wasser ausgespült werden. Kratzen sollte vermieden werden.
Gespinstmotte wird häufig verwechselt
Derzeit treten laut Stadt auch zahlreiche Gespinstmotten auf. Diese werden häufig mit dem Eichenprozessionsspinner verwechselt. Die Gespinstmotte bildet weiße Gespinste um Zweige und Sträucher und befällt häufig Obstgehölze, Traubenkirschen oder Pfaffenhütchen.
Im Unterschied zum Eichenprozessionsspinner besitzt die Gespinstmotte keine gesundheitsschädlichen Brennhaare und gilt für Menschen grundsätzlich als ungefährlich. Der Eichenprozessionsspinner kommt dagegen ausschließlich oder überwiegend an Eichen vor. Seine Raupen wandern häufig in langen Prozessionen und bilden dichte Gespinste oder Nester am Stamm sowie an starken Ästen.
Befälle können an die Stadt gemeldet werden
Verdächtige Beobachtungen sollten möglichst mit Standortangabe und Foto an die Stadt Cottbus/Chóśebuz gemeldet werden. Zuständig sind der Fachbereich Grün- und Verkehrsflächen sowie das Ordnungsamt der Stadt. Bei Befällen auf öffentlichen Flächen kann außerdem das Bürgerhinweis- beziehungsweise Mängelmeldesystem Maerker genutzt werden.
Zu den möglichen Maßnahmen zählen nach Angaben der Stadt Absperrungen betroffener Bereiche, Warnbeschilderungen an Spielplätzen, Wegen und Parkanlagen sowie die Entfernung der Nester durch spezialisierte Fachfirmen. Auch das Absaugen von Raupen und Gespinsten unter besonderen Schutzmaßnahmen sowie zeitweise Sperrungen einzelner Wegeabschnitte oder Aufenthaltsbereiche sind möglich.
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Red. / Presseinformation




