Im Cottbuser Staatstheater begeistert derzeit die DLR Raumfahrt Show zahlreiche Besucher. Das interaktive Programm richtet sich vor allem an junge Menschen, die für Wissenschaft und Technik begeistert werden sollen. Die öffentliche Auftaktveranstaltung am gestrigen Montag war stark nachgefragt, heutige Schulveranstaltungen sind komplett ausgebucht. Im Mittelpunkt stehen Experimente, Zukunftstechnologien und Einblicke in die Raumfahrt. Auch die Zusammenarbeit zwischen BTU und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt spielt dabei eine zentrale Rolle.
DLR Raumfahrt Show bringt Wissenschaft nach Cottbus
Das rund 90-minütige Bühnenprogramm verbindet wissenschaftliche Inhalte mit unterhaltsamen Elementen. Moderatorinnen und Moderatoren des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt führen durch verschiedene Themenbereiche, darunter Raumfahrtmissionen, moderne Flugzeugtechnologien sowie Entwicklungen in Energie- und Verkehrsforschung. Dabei wird das Publikum aktiv eingebunden, etwa durch Experimente auf der Bühne.
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Interaktive Experimente und Einblicke in die Zukunft
Wie Dr. Christoph Pawek, Vorstandsbeauftragter für Nachwuchsförderung beim DLR, im Gespräch mit Niederlausitz Aktuell erklärte, knüpft die aktuelle Show an frühere Formate an. Bereits 2018 habe es ähnliche Veranstaltungen gegeben, die nun weiterentwickelt wurden. Nach einer pandemiebedingten Pause wurde das Konzept wieder aufgegriffen und tourt inzwischen durch ganz Deutschland.
Nach seinen Angaben erreicht das Format regelmäßig mehrere hundert Besucher pro Veranstaltung. Insgesamt seien bei über 50 Aufführungen bereits mehr als 30.000 Schülerinnen und Schüler angesprochen worden. Ziel sei es, Begeisterung für Naturwissenschaften und Technik zu wecken und insbesondere auch junge Frauen für sogenannte MINT-Berufe zu gewinnen. Laut Pawek handele es sich dabei um ein gesellschaftliches Thema, das unter anderem durch sichtbare Vorbilder auf der Bühne positiv beeinflusst werden soll.
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Kooperation zwischen BTU und DLR im Fokus
Die Zusammenarbeit zwischen der BTU und dem DLR besteht sowohl in der Forschung als auch in der Nachwuchsförderung. Ein Beispiel dafür ist das DLR_School_Lab am Zentralcampus Cottbus, das 2023 eröffnet wurde. Dort können Schülerinnen und Schüler ab der siebten Klasse selbst experimentieren und sich mit Zukunftstechnologien beschäftigen.
Im Mittelpunkt stehen dabei Themen wie umweltfreundliche Energiesysteme, elektrisches Fliegen sowie industrielle Prozesse ohne CO2-Ausstoß. Ergänzt wird das Angebot durch Experimente zur Schwerelosigkeit. Nach Angaben des DLR sollen solche Formate langfristig dazu beitragen, mehr junge Menschen für technische und wissenschaftliche Berufe zu interessieren.
Darüber hinaus verwies Pawek darauf, dass das DLR als eine der größten Forschungseinrichtungen Europas mit rund 12.000 Mitarbeitenden an etwa 30 Standorten tätig ist. Auch Cottbus spiele dabei eine Rolle, unter anderem mit Forschung zu elektrifizierten Luftfahrtantrieben und klimafreundlichen Industrieprozessen. Mit Blick auf die Zukunft äußerte Pawek den Wunsch, dass Raumfahrtprojekte wie die Artemis-Missionen erneut eine breite Begeisterung auslösen könnten. Solche Entwicklungen könnten laut seiner Einschätzung dazu beitragen, das Interesse an Wissenschaft und Technik langfristig zu stärken.
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Red. / Presseinformation




