Nach dem spektakulären 5:3-Heimsieg gegen Rot-Weiss Essen reist der FC Energie Cottbus mit neuem Momentum zu Viktoria Köln. Vier Spieltage vor Saisonende bleibt die Ausgangslage im Aufstiegsrennen extrem eng. Trainer Claus-Dieter Wollitz spricht von Nuancen, die nun entscheiden. Personell gibt es weiterhin Fragezeichen. Klar ist nur: Am Sonntag wird eine Topleistung benötigt.
Nach Spektakel-Heimspiel nun Fokus auf Stabilität
Der Sieg gegen Essen nach zwischenzeitlichem 1:3-Rückstand habe zusätzliche Spannung in die Saison gebracht, so Wollitz. Bereits zur Halbzeit habe er von einer „harten Prüfung“ gesprochen. Nach dem 1:3 sei diese noch einmal größer geworden. Entscheidend sei gewesen, dass die Mannschaft bei sich geblieben sei, sich gegenseitig vertraut und mutig weitergearbeitet habe.
Nach solchen Spielen lasse er sein Team bewusst in Ruhe, erklärte der Trainer. Die Emotionen sollten wirken dürfen. Nun gehe es darum, die Energie nicht in der Trainingswoche zu verbrauchen, sondern gezielt für das nächste Spiel zu bündeln.
Personelle Sorgen bleiben
Die Belastung der vergangenen Wochen hinterlässt Spuren. Wollitz sprach offen von zahlreichen kleineren Beschwerden im Kader. Adduktorenprobleme, Rückenbeschwerden und Schambein-Themen begleiten einige Spieler seit Wochen. Die Trainingssteuerung werde deshalb individuell angepasst. Physios und medizinisches Team seien im Dauereinsatz. Wer am Sonntag im Bus nach Köln sitzt, sei aktuell noch nicht seriös zu sagen.

Gelbsperren oder mögliche Kartenrisiken spielen laut Wollitz keine Rolle mehr. Entscheidend sei, wer zur Verfügung steht. Das Vertrauen gelte jenen, die spielen. Dass zuletzt alle fünf Einwechslungen funktionierten, wertet er als Zeichen für den Zusammenhalt und die Überzeugung innerhalb der Mannschaft.
Viktoria Köln mit klarer Handschrift
Das Auswärtsspiel bei Viktoria Köln stuft Wollitz als besonders anspruchsvoll ein. Die Rheinländer stünden zwar tabellarisch im gesicherten Mittelfeld, spielten jedoch keineswegs ohne Ambitionen. Er lobte die klare Spielidee und Identität der Mannschaft von Trainer Marian Wilhelm. Köln habe in dieser Saison mehrfach Qualität bewiesen, unter anderem mit einer Serie von Siegen in der englischen Woche sowie einem 3:2-Auswärtserfolg in Rostock.
Für Energie bedeutet das: volle Konzentration auf die eigene Leistung. Wollitz betonte, dass es nun ausschließlich um das nächste Spiel gehe. Von übernächsten Wochen wolle er nichts wissen. Wenn man im Rennen bleiben wolle, brauche man Topspiele.
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Red. / [lb]



