Mehr Sprachförderung durch neue Sprachwanderkoffer
Die Idee entstand laut Stadtverwaltung in einer besonderen Situation: Während der Covid-19-Pandemie entwickelten Mitarbeiterinnen des Jugendamtes der Stadt Cottbus/Chóśebuz den sogenannten Sprachwanderkoffer. Ziel war es, Kinder im Kita-Alter gezielt bei der Sprachentwicklung zu unterstützen und zugleich Familien stärker einzubinden. In den vergangenen Jahren stattete die Stadt nach eigenen Angaben bereits 25 Kindertageseinrichtungen mit einem solchen Koffer aus. Die Resonanz fiel offenbar positiv aus. Wie es aus der Pressemitteilung heißt, zeigte sich schnell eine große Nachfrage nach dem Angebot. Zudem hätten die bisherigen Erfahrungen deutlich gemacht, dass das Projekt weiter ausgebaut werden sollte. Ende 2025 gelang es der Stadt Cottbus in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt, weitere 20 Sprachwanderkoffer anzuschaffen. Diese werden nun im Tandem von Jugendamt und Gesundheitsamt an zusätzliche Kitas im Stadtgebiet verteilt.

Sprachwanderkoffer stärkt frühe Bildungsbiografie
Der Sprachwanderkoffer ist laut Stadt liebevoll zusammengestellt. Er enthält mehrere altersgerechte Bücher und Spiele, eine Kuscheldecke sowie eine Projektor-Taschenlampe mit verschiedenen Drehscheiben. Die Materialien sollen vielfältige Sprechanlässe schaffen und Kinder zum Erzählen, Vorlesen und gemeinsamen Spielen anregen. Nach Angaben der Stadt können die Kinder die Koffer in Absprache mit den jeweiligen Kitas mit nach Hause nehmen und dort über einen bestimmten Zeitraum nutzen. So soll das Angebot nicht nur in der Einrichtung, sondern auch im familiären Umfeld wirken.
Gerade in der frühen Kindheit werden wichtige Grundlagen für die spätere Bildungsbiografie gelegt, heißt es in der Mitteilung. Eine gut entwickelte Sprache gilt als zentrale Voraussetzung für erfolgreiches Lernen, soziale Teilhabe sowie eine stabile emotionale Entwicklung. Mit dem Sprachwanderkoffer sollen deshalb gezielt Anlässe geschaffen werden, damit Kinder gemeinsam mit Eltern, Geschwistern oder anderen Angehörigen lesen, spielen und erzählen können.
Neben der sprachlichen Förderung steht laut Stadt auch das gemeinsame Erleben im Mittelpunkt. Die gemeinsame Lese- und Spielzeit soll Beziehungen innerhalb der Familie stärken. Gleichzeitig könne sie die Zusammenarbeit zwischen Eltern und pädagogischen Fachkräften fördern. Mit der Erweiterung des Projekts setzt die Stadt Cottbus nach eigenen Angaben weiterhin auf frühe Unterstützung und Prävention im Bildungsbereich.
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Red. / Presseinformation






