Die Medizinische Universität Lausitz – Carl Thiem, die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg, die CHESCO GmbH und Airbus Helicopters haben mit „LifeSaver Lausitz“ ein gemeinsames Innovationsprogramm für die Modellregion Gesundheit Lausitz gestartet. Ziel ist es, die medizinische Versorgung mithilfe digitaler Technologien und neuer Mobilitätslösungen weiterzuentwickeln und zugleich Impulse für den Strukturwandel zu setzen. Kern des Vorhabens ist ein sogenannter digitaler Zwilling der Region, der Daten zu Gesundheitsversorgung, Mobilität, Demografie und Umwelt bündelt, um konkrete Projekte etwa in den Bereichen Drohnenlogistik, Telemedizin oder Katastrophenschutz zu entwickeln. Mit der Unterzeichnung einer Absichtserklärung beginnt zunächst eine sechsmonatige Konzeptphase, in der Finanzierung, Anforderungen und erste Anwendungsprojekte konkretisiert werden. Perspektivisch soll ein langfristiges Innovationsökosystem entstehen, dessen in der Lausitz erprobte Lösungen auch auf andere Regionen übertragbar sind.
LifeSaver Lausitz stärkt Gesundheitsregion
Die Medizinische Universität Lausitz – Carl Thiem (MUL – CT) und die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) bringen gemeinsam mit Airbus Helicopters und der CHESCO GmbH das Innovationsprogramm „LifeSaver Lausitz“ auf den Weg. Ziel ist es, die Gesundheitsversorgung in der Modellregion Gesundheit Lausitz mithilfe digitaler Technologien und neuer Mobilitätslösungen gezielt weiterzuentwickeln. Gleichzeitig soll der wirtschaftliche Strukturwandel der Region unterstützt werden.
Kern des Vorhabens ist der Aufbau eines digitalen Zwillings der Modellregion Gesundheit Lausitz. Dieses digitale Abbild soll bestehende Daten zur Gesundheitsversorgung, Mobilität, Demografie sowie zu Umweltfaktoren bündeln und analysierbar machen. Auf dieser Grundlage sollen konkrete Innovationsprojekte entwickelt und umgesetzt werden, unter anderem in den Bereichen medizinische Logistik, Drohnenanwendungen, Katastrophenschutz, Telemedizin sowie digitale Verwaltungs- und Informationsangebote.
Digitaler Zwilling als Grundlage für Projekte
Prof. Dr. Gesine Grande, Präsidentin der BTU Cottbus-Senftenberg, betont, dass LifeSaver zeige, wie aus exzellenter Forschung konkrete Lösungen für die Menschen in der Lausitz entstehen können. Gemeinsam mit der MUL – CT und Airbus Helicopters sollen Drohnensysteme erprobt werden, die sichere, effiziente und zuverlässige Versorgungsflüge ermöglichen. Ziel ist ein Pilotprojekt mit Modellcharakter.
Heiko Witte, Geschäftsführer der CHESCO GmbH, verweist auf die Forschung an digitalen Zwillingen für nachhaltige Antriebssysteme in der Luftfahrt. Mithilfe des digitalen Zwillings lasse sich ein Ökosystem für medizinische Drohnenflüge abbilden. Reichweiten, Effektivität, Sicherheit und Effizienz der Versorgungsflüge könnten so bewertet und Anwendungen in Mobilität und Lufttransport gezielt weiterentwickelt werden.
Das Programm folgt einem systematischen Ansatz. Zunächst wird datenbasiert analysiert, wo konkreter Bedarf besteht und welche Maßnahmen den größten Nutzen versprechen. Darauf aufbauend werden Projekte entwickelt, die schrittweise vom Forschungs- in den Regelbetrieb überführt werden sollen.
Sechsmonatige Konzeptphase gestartet
Mit der Unterzeichnung der Absichtserklärung startet ein zunächst auf sechs Monate angelegter Prozess. In dieser Phase soll ein Gesamtkonzept einschließlich Finanzierungsstruktur erarbeitet werden. Zudem werden die Anforderungen an den digitalen Zwilling konkretisiert und erste Use-Case-Projekte ausgearbeitet. Ziel ist ein langfristig angelegtes Innovationsprogramm mit messbarem Nutzen für die Region.
Dr.-Ing. Klaus Freytag, Lausitz-Beauftragter des Ministerpräsidenten Brandenburg, sieht in der Unterzeichnung direkte Effekte der Strukturentwicklung. Uniklinik, Forschungsakteure und Unternehmen wie Airbus würden moderne Angebote in der Versorgung entwickeln und neue Wertschöpfung in der Lausitz schaffen.
LifeSaver wurde von Airbus gemeinsam mit International SOS entwickelt und richtet sich an Regionen, die ihre Gesundheitsversorgung technologisch verbessern möchten. Ähnliche Projekte wurden unter anderem in Estland, Bayern und Japan umgesetzt. In Brandenburg wird das Programm an die regionalen Besonderheiten angepasst.
Der digitale Zwilling soll als eine Art Betriebssystem fungieren, auf dem verschiedene Anwendungen aufsetzen können, etwa zur Optimierung von Rettungsdiensten, für medizinische Transporte per Drohne oder für digitale Bürger- und Verwaltungsservices. Innovationen, die in der Lausitz entwickelt werden, sollen perspektivisch auch auf andere Regionen übertragbar sein.
Heute in der Lausitz – Unser täglicher Newsüberblick
Mehr Infos und News aus der Lausitzer und Südbrandenburger Region sowie Videos und Social-Media-Content von heute findet ihr in unserer Tagesübersicht –>> Hier zur Übersicht
Red. / Presseinformation







