Die Stadt Cottbus zieht für das Jahr 2025 eine umfassende Bilanz der Geschwindigkeitsüberwachung und setzt weiterhin vorrangig auf mobile Blitzer. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 642.030 Fahrzeuge kontrolliert, dabei 30.138 Geschwindigkeitsverstöße festgestellt. Zusätzlich kamen so genannte „Enforcement Trailer“ zum Einsatz, mit denen über eine Million Fahrzeuge erfasst wurden, von denen 12.943 zu schnell unterwegs waren, vor allem in den Ortsteilen Kahren, Kiekebusch und Branitz infolge des erhöhten Verkehrsaufkommens durch die Sperrung der L 49. Ein besonderer Schwerpunkt lag nach Angaben der Stadt zudem auf der Schulwegsicherung. Dort wurden 24.323 Fahrzeuge gemessen und 900 Überschreitungen registriert. In weiteren sensiblen Bereichen wie Kitas und Seniorenheimen wurden 160.845 Fahrzeuge erfasst, davon 7.735 mit überhöhter Geschwindigkeit. Als gravierende Einzelfälle nennt die Stadt eine Überschreitung von 141 km/h bei erlaubten 70 km/h außerorts sowie 101 km/h bei zulässigen 30 km/h innerorts. Die Einnahmen aus der Verkehrsüberwachung beliefen sich auf rund 1,7 Millionen Euro und flossen in den städtischen Haushalt.
Mobile Blitzer bleiben Schwerpunkt der Verkehrsüberwachung
Die Stadt Cottbus/Chóśebuz setzt weiterhin vorrangig auf mobile Geschwindigkeitsüberwachung. Ziel ist es nach Angaben der Stadt, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und insbesondere Kinder, Seniorinnen und Senioren sowie weitere schutzbedürftige Verkehrsteilnehmer zu schützen. Durch den mobilen Einsatz der Messgeräte konnte im Jahr 2025 flexibel auf Bürgerhinweise sowie auf das Unfallgeschehen reagiert werden.
Manuel Helbig, Leiter des Fachbereiches Ordnung und Sicherheit, verwies insbesondere auf die Ergebnisse in sensiblen Bereichen. Vor sozialen Einrichtungen und Schulen sei eine Überschreitungsquote von fast fünf Prozent festgestellt worden. Dies unterstreiche die Notwendigkeit der Kontrollen. Die Stadt kündigte an, dort weiterhin präsent zu sein.
Enforcement Trailer und Schwerpunktkontrollen im Stadtgebiet
Ergänzend zu den mobilen Messfahrzeugen kamen auch sogenannte Enforcement Trailer, sogenannte Blitzer-Anhänger, zum Einsatz. Diese ermöglichten eine längerfristige Geschwindigkeitsüberwachung an bekannten Gefahren- und Beschwerdepunkten im Stadtgebiet.
Im ersten Quartal 2025 wurden die Blitzer-Anhänger überwiegend in den Ortsteilen Kahren, Kiekebusch und Branitz eingesetzt. Hintergrund war das erhöhte Verkehrsaufkommen infolge der Sperrung der L 49 zwischen Forst und Cottbus/Chóśebuz im Zuge des Baus der neuen Ortsumfahrung. In diesen Bereichen konnte nahezu dauerhaft überwacht werden. Insgesamt wurden mit den Enforcement Trailern 1.039.079 Fahrzeuge erfasst, von denen 12.943 die zulässige Höchstgeschwindigkeit überschritten.
Ergebnisse aus Schulwegsicherung und Speedmarathon
Ein besonderer Schwerpunkt lag auch 2025 auf der Schulwegsicherung. Vor Schulbeginn sowie nach Schul- und Hortschluss wurden Schulwege gezielt überwacht. Die Radarwagen waren hierfür 167 Stunden im Einsatz. Dabei wurden 24.323 Fahrzeuge gemessen, 900 Fahrerinnen und Fahrer überschritten die zulässige Höchstgeschwindigkeit.
Darüber hinaus beteiligte sich der Fachbereich Ordnung und Sicherheit am bundesweiten Speedmarathon am 9. April 2025. Bei 9.035 gemessenen Fahrzeugen wurden 205 Verstöße festgestellt. Die höchste gemessene Überschreitung lag bei 66 km/h bei erlaubten 30 km/h.
Insgesamt erfasste die mobile Verkehrsüberwachung im Jahr 2025 642.030 Fahrzeuge. Dabei wurden 30.138 Geschwindigkeitsverstöße festgestellt. In Bereichen mit besonderem Schutzbedürfnis wie Kitas und Seniorenheimen wurden 160.845 Fahrzeuge gemessen, bei denen 7.735 Verstöße registriert wurden.
Im Bereich der stationären Verkehrsüberwachung wurden 8.842 Geschwindigkeitsverstöße sowie 1.919 Rotlichtverstöße festgestellt. Die Stadt wertete den Rückgang der Geschwindigkeitsverstöße an stationären Messstellen als Hinweis auf eine zunehmende Regelakzeptanz.
Auch künftig plant die Stadt Cottbus/Chóśebuz, die Geschwindigkeitsüberwachung an Schulstandorten, sozialen Einrichtungen, Unfallhäufungsstellen und weiteren gefährdeten Bereichen fortzuführen. Ergänzend sollen Dialogdisplays eingesetzt werden, die Autofahrenden die gefahrene Geschwindigkeit anzeigen. Diese sollen nach Angaben der Stadt sanktionsfrei auf die Einhaltung der Tempolimits hinweisen.
Heute in der Lausitz – Unser täglicher Newsüberblick
Mehr Infos und News aus der Lausitzer und Südbrandenburger Region sowie Videos und Social-Media-Content von heute findet ihr in unserer Tagesübersicht –>> Hier zur Übersicht
Red. / Presseinformation








