Das Fachgebiet Denkmalpflege an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg trägt künftig die Bezeichnung UNESCO Chair in Heritage Studies. Die Leitung liegt bei Prof. Dr. Johanna Blokker, die damit eine besondere Anerkennung für ihre Arbeit und die ihres Teams erhält.
UNESCO Chair in Heritage Studies an der BTU fortgeführt
Wie die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg mitteilt, wird das Fachgebiet Denkmalpflege unter der Leitung von Prof. Dr. Johanna Blokker künftig als UNESCO Chair in Heritage Studies geführt. Damit setzt die Universität die seit dem Jahr 2003 bestehende Zusammenarbeit mit der UNESCO im Bereich der Kulturerbe-Forschung fort.
Die BTU gehört damit weiterhin dem Netzwerk von derzeit 16 UNESCO-Lehrstühlen in Deutschland an. Weltweit sind im Rahmen des UNITWIN/UNESCO Chairs Programme rund 1100 UNESCO-Lehrstühle sowie mehr als 50 UNITWIN-Netzwerke in über 130 Ländern aktiv. Ziel ist es, die Arbeit der UNESCO in Wissenschaft und Bildung zu unterstützen und international zu vernetzen.
Prof. Johanna Blokker sieht Interdisziplinarität als Kernmerkmal
Zur Ernennung ihres Fachgebietes erklärte Prof. Dr. Johanna Blokker, dass sie die Entscheidung als große Wertschätzung ihrer Arbeit und der ihres Teams empfinde. Interdisziplinarität sei für sie das zentrale Merkmal der Heritage-Forschung. Die fachliche und disziplinäre Konstellation an der BTU sei in diesem Bereich einzigartig.
Dies zeige sich unter anderem in den internationalen Masterstudiengängen World Heritage Studies sowie Heritage Conservation and Site Management und im Promotionsprogramm Heritage Studies. Darüber hinaus werde zu Themen des Kulturerbes in nahezu allen Fakultäten der Universität geforscht. Diese Aktivitäten sollen im Heritage Centre zusammengeführt und durch die Einbindung in das globale Netzwerk der UNESCO-Lehrstühle weiter gestärkt werden.
UNESCO würdigt Rolle der Lausitz als Standort
Auch die Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission, Prof. Dr. Maria Böhmer, gratulierte zur Leitung des Lehrstuhls. Sie verwies darauf, dass die Kulturerbe-Forschung in der Lausitz sowohl Tradition als auch Zukunft habe. Seit mehr als 20 Jahren sei die BTU Teil des internationalen Wissenschaftsnetzwerks und zugleich eng mit dem kulturellen Erbe der Region verbunden.
In der Lausitz seien unter anderem zwei UNESCO-Biosphärenreservate, ein international anerkannter Geopark, das Welterbe Muskauer Park sowie die Bräuche der Sorben, die zum immateriellen Kulturerbe in Deutschland zählen, zur Initiative UNESCO 5 zusammengeschlossen.
Zur Person und zur Geschichte des UNESCO Chairs
Prof. Dr. Johanna Blokker ist seit 2021 Leiterin des Fachgebiets Denkmalpflege an der BTU und seit Dezember 2025 Inhaberin des UNESCO Chair in Heritage Studies. In ihrer Forschung befasst sie sich mit Kulturerbe aus architekturhistorischer und kulturpolitischer Perspektive. Neben ihrer Tätigkeit an der Universität engagiert sie sich in nationalen und internationalen Beiräten und Fachverbänden.
Der UNESCO-Lehrstuhl für Heritage Studies besteht an der BTU seit 2003. Erste Inhaberin war Prof. Dr. Marie-Theres Albert, gefolgt von Prof. Dr. Anna Amelina ab dem Jahr 2015. Mit der Fortführung des Chairs unter der Leitung von Prof. Dr. Johanna Blokker wird die Zusammenarbeit zwischen der BTU und der UNESCO weitergeführt.
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