Die wirtschaftliche Lage in Südbrandenburg bleibt angespannt, zeigt aber erste Anzeichen einer leichten Erholung. Laut aktueller Konjunkturumfrage der IHK Cottbus bewerten 84 Prozent der rund 1.700 befragten Unternehmen ihre Geschäftslage als gut oder stabil. Der zuvor anhaltende Abwärtstrend scheint laut der Kammer vorerst gestoppt. Während die Geschäftsaussichten sich branchenübergreifend etwas verbessert haben, bleibt die Lage im stationären Handel besonders schwierig. Als größte Risiken nennen die Unternehmen die politischen Rahmenbedingungen, Energiepreise und Arbeitskosten. „Das größte Thema ist für uns in der Tat das politische Risiko, dass die Politik nicht liefert“ so der Hauptgeschäftsführer der IHK Cottbus, André Fritsche am NL-Mikro. Mehr dazu im Video ->> Hier klicken
Die IHK Cottbus teilte dazu mit:
Die Stimmung in der Südbrandenburger Wirtschaft hat sich leicht verbessert, wie die aktuelle Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Cottbus zeigt. 84 Prozent der befragten Mitgliedsunternehmen bewerten ihre Geschäftslage mit gut bis gleichbleibend. Der Abwärtstrend scheint gestoppt. Die Erholung basiert auf einem sehr niedrigem Ausgangsniveau und hauptsächlich auf den Einschätzungen von Unternehmen mit mehr als 50 Beschäftigten. Am angespanntesten ist die Lage im Handel, hauptsächlich der stationäre Handel ist betroffen.
Insgesamt bleibt die Stimmung in den Unternehmen weiterhin sehr angespannt, trotz etwas zuversichtlicherer Geschäftserwartungen. Das Vertrauen auf ein schnelles gesamtwirtschaftliches Wachstum muss die Politik erst aufbauen, in dem sie für deutliche Entlastungen und verlässliche Rahmenbedingungen sorgt“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer André Fritsche. „Weichenstellungen für mehr Produktivität, Investitionen, Marktöffnung und weniger Bürokratie braucht es jetzt im Turbo. Es ist keine Zeit mehr zu verlieren, Industrie und Mittelstand müssen konsequent gestärkt werden.“
Die Geschäftsaussichten haben sich branchenübergreifend etwas aufgehellt, bleiben jedoch – mit Ausnahme des Gastgewerbes – im Minusbereich. Der Saldo aus positiven und negativen Erwartungen hat einen Sprung um 19 Punkte auf minus 16 Prozentpunkte gemacht. Vor allem die Industrie und das Baugewerbe hoffen auf mehr öffentliche Aufträge aufgrund staatlicher Maßnahmen, die Dienstleister auf Synergieeffekte und der Handel auf eine stabile Konsumnachfrage.
Das Hauptrisiko für ihre Geschäftstätigkeit sehen die Unternehmen in den außen- und innenpolitischen Rahmenbedingungen (77 Prozent). Im Weiteren werden Energie- und Rohstoffpreise (63 Prozent) sowie Arbeitskosten (59 Prozent) angeführt. Der Fachkräftemangel (57 Prozent) ist trotz seiner Relevanz für die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen in der aktuellen Einschätzung nach unten an die vierte Stelle gerutscht. Es folgen der Inlandsabsatz (53 Prozent), Finanzierung (11 Prozent) Auslandsabsatz (10) Prozent) und Auswirkungen des Klimawandels (6 Prozent).
Newsletter
Die Lausitz am Abend – in zwei Minuten
Jeden Abend das Wichtigste aus der Region – und donnerstags die Veranstaltungstipps fürs Wochenende. Kostenlos und jederzeit abbestellbar.
Die Investitionsbereitschaft ist vor allem in der Industrie, aber auch bei den Dienstleistern und im Gastgewerbe gestiegen, äußerst verhalten bleibt sie hingegen im Handel. Investitionsmotive sind vorrangig Ersatzbeschaffung (94 Prozent), Kapazitätsausweitung (45 Prozent), Produktinnovation (39) Prozent) und Umweltschutz (29 Prozent).
Fast ein Viertel der befragten Betriebe möchte mehr investieren, das ist ein Zuwachs von sieben Prozent. Und auch die Finanzlage hat sich ganz leicht verbessert. Es ist ein kleiner Lichtblick, aber noch kein Impuls für eine erkennbare Trendwende, den braucht es durch Maßnahmen der Politik“, sagt André Fritsche. Auf dem Arbeitsmarkt schlägt sich die gestiegene Investitionsbereitschaft nicht nieder. Infolge der anhaltenden Krise und genannten Risiken planen die befragten Unternehmen derzeit nur wenige Neueinstellungen, das Gros gab jedoch an, seinen Personalbestand halten zu wollen. Befragt wurden rund 1700 Unternehmen.
Heute in der Lausitz – Unser täglicher Newsüberblick
Mehr Infos und News aus der Lausitzer und Südbrandenburger Region sowie Videos und Social-Media-Content von heute findet ihr in unserer Tagesübersicht –>> Hier zur Übersicht
Uns bei Google als bevorzugte Quelle festlegen
Wer etwas googelt, bekommt neben den normalen Treffern eine Box mit aktuellen
Nachrichten. Legen Sie NIEDERLAUSITZ aktuell als bevorzugte Quelle fest,
erscheinen unsere Beiträge dort häufiger für Sie – und in den KI-Übersichten
von Google. Ein Klick genügt, danach sind Sie sofort wieder hier.
Falls der Knopf nicht angezeigt wird: niederlausitz-aktuell.de bei Google als bevorzugte Quelle hinzufügen
Red. / Presseinfo



