Das Brandenburger Innenministerium hat seinen „Extremographen“ aktualisiert und neu aufgelegt. Das Plakat kartiert extremistische Strukturen im Land und soll einen Überblick über deren räumliche Verteilung geben. Die Daten des Verfassungsschutzes werden dabei auf die regionale Ebene heruntergebrochen – und zeigen, dass auch die Lausitz und Cottbus in mehreren Bereichen erfasst sind. Die digitale Version des „Extremographen“ steht unter https://mik.brandenburg.de/extremograph zum Download bereit. ->> Hier klicken
Was die Karte für die Lausitz zeigt
Der „Extremograph“ bildet ein breites Spektrum ab: von rechtsextremistisch genutzten Immobilien über Kreisverbände extremistischer Parteien, „Freie Kräfte“, rechtsextreme Bands, „Bruderschaften“ und Kampfsportgruppen bis hin zu „Reichsbürgern und Selbstverwaltern“ sowie linksextremistischen und islamistischen Gruppen. Ergänzt wird die Karte durch Statistiken zu politisch motivierten Gewaltstraftaten und zum extremistischen Personenpotenzial.
Für die Region weist der „Extremograph“ unter anderem mehrere rechtsextrem genutzte Immobilien aus – etwa drei sogenannte Szeneobjekte in Cottbus sowie Objekte in Lübben, Burg (Spreewald), Schipkau, Lindenau und Gröden. Im Bereich Cottbus/Spree-Neiße verzeichnet der Verfassungsschutz zudem rechtsextreme Bands, Liedermacher, eine Kampfsportgruppe und eine „Bruderschaft“. Bei den politisch motivierten Gewaltstraftaten führt die Karte für den Bereich Cottbus/Spree-Neiße 30 Fälle auf, davon 24 dem rechten Spektrum zugeordnet – der höchste Einzelwert unter den ausgewiesenen Regionen.
Auch linksextremistische Strukturen sind erfasst, etwa autonome Gruppierungen und eine Ortsgruppe der Roten Hilfe in Cottbus. Im Bereich der islamistischen Strukturen nennt die Karte für Brandenburg vor allem einen Standort in Rathenow (Havelland), außerhalb der Region.
Innenminister: „Frühwarnsystem“
Innenminister Jan Redmann (CDU) bezeichnete den „Extremographen“ als Teil eines „robusten Frühwarnsystems“. „Nur wer die Strukturen vor Ort kennt, kann den Feinden unserer Demokratie wirksam entgegentreten“, erklärte er. Das Plakat erscheint im Format A0 – gedacht etwa für Infostände oder den Unterricht – und ist zugleich digital abrufbar.
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Red.










