30 Millionen Euro stehen im Goldenen Plan Brandenburg bis 2029 für Sportanlagen bereit. Der erste Bescheid aus dem neuen Programm ging jetzt nach Stahnsdorf – und zeigt, wofür sich ein Antrag lohnen kann.
Goldener Plan Brandenburg: 30 Millionen bis 2029
Der Goldene Plan Brandenburg ist die größte Förderung des Landes für den Breitensport. In der Förderperiode 2026 bis 2029 stehen insgesamt 30 Millionen Euro für Investitionen von Sportvereinen bereit.
Der Schwerpunkt liegt auf der Modernisierung und Grundinstandsetzung bestehender Vereinssportanlagen sowie auf besserer Energieeffizienz. Gefördert wird also vor allem, was schon da ist – nicht der Neubau.
200.000 Euro für einen Kunstrasenplatz
Den ersten Bescheid nach der neuen Richtlinie übergab Sportminister Gordon Hoffmann am 21. August an den RSV Eintracht 1949 aus Stahnsdorf. 200.000 Euro fließen in die Modernisierung des vereinseigenen Kunstrasenplatzes an der Heinrich-Zille-Straße.
Der alte Belag wird abgenommen und entsorgt, der Untergrund erneuert, ein neuer Kunstrasen aufgebracht. Zum Einsatz kommen dabei CO₂-reduzierte Bindemittel und biobasierte Füllstoffe aus Kork- und Walnussschalengranulat.
Die Gemeinde Stahnsdorf steuert 240.000 Euro aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität bei, der Verein selbst rund 4.300 Euro. Mit etwa 3.800 Mitgliedern gehört der RSV Eintracht zu den größten Sportvereinen des Landes, allein die Fußballabteilung zählt über 900 Mitglieder.
Was Vereine in der Lausitz aus dem Goldenen Plan Brandenburg lesen können
Stahnsdorf liegt nicht in der Niederlausitz – die Fördertöpfe stehen aber allen Brandenburger Vereinen offen. Bemerkenswert ist die Konstellation: Land, Kommune und Verein finanzieren gemeinsam, der Eigenanteil des Vereins liegt bei rund einem Prozent der Gesamtsumme.
Für Vereine mit sanierungsbedürftigen Plätzen und Hallen ist damit klar, worauf es ankommt: Ohne eine Kommune, die mitzieht, wird es schwierig. Mit ihr sind auch größere Vorhaben machbar.
Sportminister Hoffmann nennt den Goldenen Plan Brandenburg „das wichtigste und größte Breitensport-Förderprogramm für das Sportland Brandenburg“. Anträge laufen über den Landessportbund.

Foto: Stadt Lauchhammer, Heiko Jahn
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