Die Sensation im DFB-Pokal bleibt aus: Oberligist VfB Krieschow scheidet mit einem 0:9 gegen den Bundesligisten 1. FSV Mainz 05 aus dem Wettbewerb aus. Dabei zeigte Krieschow vorallem in den ersten Minuten durchaus Mut und kam sogar zum ersten Abschluss der Partie, anschließend setzte sich aber die individuelle Klasse der Mainzer durch. Philipp Tietz traf viermal, DFB-Nationalspieler Nadiem Amiri zweimal.
Krieschow startet mutig
Vor einer für den kleinen Verein historischen Kulisse im eigens für das Pokalspiel umgebauten Sportpark begann der VfB keineswegs ängstlich. Bereits in der 7. Minute gehörte der erste Abschluss der Partie sogar den Gastgebern. Pereira Rodrigues zog von der Strafraumkante ab, setzte seinen Versuch aber knapp neben das Mainzer Tor.
Nur wenige Minuten zuvor war Rodrigues bereits im Strafraum zu Fall gekommen. Die Pfeife des Schiedsrichters blieb allerdings stumm. Krieschow zeigte sich in der Anfangsphase engagiert und versuchte, dem vier Klassen höher spielenden Bundesligisten mit Einsatz und Mut entgegenzutreten.
In der 12. Minute kam dann auch Mainz erstmals zum Abschluss. DFB-Nationalspieler Nadiem Amiri prüfte VfB-Torhüter Justin Fietz, der den Ball abwehren konnte.
Tietz eröffnet den Mainzer Torreigen
Nach 19 Minuten war es dann aber soweit. Philipp Tietz brachte Mainz mit einem Kopfball nach einer Flanke vom linken Flügel mit 1:0 in Führung.
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Nur sieben Minuten später legte der Angreifer nach. Diesmal kam die Hereingabe von der rechten Seite, Tietz nahm den Ball direkt aus der Luft und traf zum 2:0. Fietz war noch am Abschluss dran, konnte den Einschlag aber nicht mehr verhindern.
Mainz hatte die Partie nun vollständig unter Kontrolle. In der 32. Minute schnürte Tietz seinen Dreierpack. Die Gäste kombinierten sich vor dem Krieschower Tor fest, ehe erneut eine Flanke von links den Angreifer fand. Wieder war Tietz per Kopf erfolgreich – 3:0.
Sieben Minuten später beteiligte sich auch Amiri am Torreigen. Der Nationalspieler wurde von seinen Mitspielern in Szene gesetzt und traf zum 4:0.
Kurz vor der Pause fiel bereits der fünfte Mainzer Treffer. Ein langer Ball erreichte Sheraldo Becker, der sich zunächst im Zweikampf durchsetzte und anschließend auch Fietz im Eins-gegen-eins überwand. Mit dem 0:5 ging es in die Halbzeitpause.

Mainz macht nach der Pause weiter
Auch nach dem Seitenwechsel ließ Mainz nicht nach. Bereits in der 48. Minute sorgte Amiri für ein besonderes Highlight. Der Nationalspieler setzte einen Freistoß aus mehr als 30 Metern direkt und traumhaft in Richtung Tor. Fietz war chancenlos, Mainz führte mit 6:0.
In der 57. Minute durfte dann auch Tietz wieder jubeln. Nach einem Heber von der rechten Seite in den Strafraum war der Angreifer erneut mit dem Kopf zur Stelle und erzielte seinen vierten Treffer des Nachmittags – 0:7.
Die Mainzer wechselten munter, ohne die Partie aus der Hand zu geben. In der 74. Minute legte Dominik Kohr quer auf den eingewechselten Ransford Königsdörffer, der zum 8:0 vollendete.
Krieschow versuchte in der Schlussphase zumindest noch, den Ehrentreffer zu erzielen. Die Mainzer verteidigten allerdings konzentriert und nahmen die Aufgabe weiterhin ernst.
In der 88. Minute fiel schließlich sogar noch das 0:9. William Böving traf für die Gäste und setzte damit den Schlusspunkt unter einen deutlichen Mainzer Pokalerfolg.
Für den VfB Krieschow endete das größte Spiel der Vereinsgeschichte damit zwar mit einer klaren Niederlage. Der Auftritt gegen einen Bundesligisten bleibt für den Oberligisten dennoch ein außergewöhnliches Kapitel. Vor allem die mutige Anfangsphase zeigte, dass sich Krieschow von der großen Bühne zunächst nicht beeindrucken ließ. Gegen die individuelle Qualität und offensive Wucht der Mainzer war der Gastgeber im weiteren Spielverlauf allerdings chancenlos.
Landrat dankt Verein und Helfern
Die 4.000 Zuschauer im temporären Stadion bedeuten einen neuen Vereinsrekord. Der Landkreis Spree-Neiße zieht am Montag eine positive Bilanz des Tages.
„Krieschow/Kśišow ist die kleinste Gemeinde, die bislang ein DFB-Pokalspiel ausgerichtet hat“, sagt Landrat Martin Heusler. „Für den reibungslosen Ablauf dieses Großereignisses braucht es zahlreiche Unterstützerinnen und Unterstützer aus den Reihen des Sportvereins und des Dorfes.“
Er danke den Spielern für den sportlichen Einsatz ebenso wie allen Vereinsmitgliedern und ehrenamtlichen Helfern für das Engagement bei der Vorbereitung – „bei dem unser Landkreis bundesweit sehr gelungen repräsentiert wurde“. Nötig waren dafür unter anderem umfangreiche Tribünenbau- und Rasenpflegearbeiten.
Mainz 05 zieht in die zweite Runde ein, die Ende Oktober 2026 ausgetragen wird.
Pokal-Aus: Energie Cottbus verliert 0:2 gegen Augsburg
Auch der FC Energie Cottbus ist in der ersten Runde des DFB-Pokals ausgeschieden. Gegen den Bundesligisten FC Augsburg zeigte der FCE am Samstag über weite Strecken eine deutlich bessere Leistung als zuletzt in Bielefeld, musste sich am Ende aber mit 0:2 geschlagen geben. Anton Kade brachte die Gäste kurz nach der Pause in Führung, Kristijan Jakić sorgte in der fünften Minute der Nachspielzeit für die endgültige Entscheidung. Trotz einer engagierten Vorstellung blieb Energie damit ohne Tor und verpasste den Einzug in die nächste Runde. ->> Zum Spielbericht

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Red. / [lb]




