Cottbus Donnerstag, 19 Dezember 2019 von Redaktion

Bombe bei Spielplatzbau in Groß Gaglow gefunden. Grundschule zeitweise evakuiert

Bombe bei Spielplatzbau in Groß Gaglow gefunden. Grundschule zeitweise evakuiert

Große Aufregung heute morgen an der Reinhard-Lakomy-Grundschule in Groß Gaglow. Bei Bauarbeiten für einen neuen Spielplatz auf dem Schulgelände, wurde durch einen Baggerfahrer ein verdächtiger Gegenstand freigelegt. Die Schulleitung entschloss sich zum Schutz der Kinder, noch vor dem Eintreffen der Spezialisten des Kampfmittelbeseitigungsdienste, für eine sofortige Evakuierung der Grundschule. Unser Sprengmeister Enrico Schnick und sein Kollege Mario Büchner identifizierten das Objekt im Anschluss als eine US Markierungsbombe, eine sogenannte „Skymarker“ Bombe aus dem zweiten Weltkrieg.

Sie stammt mit großer Wahrscheinlichkeit vom schwersten Bombenangriff auf die Stadt Cottbus durch die US Air Forces am 15. Februar 1945. Dieser Typ Bombe wurde abgeworfen um den nachfolgenden Bomberverbände die Zielrichtung vorzugeben. Die heute in Groß Gaglow gefundene Zielmarkierungsbombe war unbezündert und konnte so durch den KMBD gefahrlos abtransportiert werden. Für die Schulkinder war dieser Einsatz heute natürlich sehr spannend und so werden sie sicher heute Nachmittag ganz aufgeregt ihren Familien davon erzählen.

Quelle Wikipedia:

Ein Bombenangriff der United States Army Air Forces zerstörte am 15. Februar 1945 große Teile der Stadt. 459 B-17-Bomber befanden sich im Anflug auf das Hydrierwerk Ruhland. Auf Grund der Wetterbedingungen konnten sie Ruhland nicht anfliegen und wählten als Ausweichziel Cottbus. Dabei wurden rund 4.000 Sprengbomben auf das Bahnhofsgelände, die östlichen und südlichen Stadtbezirke, die Branitzer Siedlung und mehrere Industriebetriebe geworfen. Die Bilanz des Luftangriffes waren 1.000 Tote, darunter 400 Kinder, 2.500 Verwundete, 356 zerstörte Wohnhäuser sowie 3.600 beschädigte Wohnungen, so dass über 13.000 Cottbuser obdachlos waren.

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