Cottbus Dienstag, 11 Juni 2019 von Redaktion

Strukturwandel: Cottbus als internationalen Bahnknoten nach Osten ausbauen

Strukturwandel: Cottbus als internationalen Bahnknoten nach Osten ausbauen

Als sogenanntes Flaggschiffprojekt konnte sich der VCD Brandenburg an diesem Mittwoch freuen. Im Polnischen Institut Berlin wurde die ehrenamtliche Arbeit und das Engagement für den europäischen Zugverkehr belohnt. Das Preisgeld in Höhe von 5.000 EUR soll für die Weiterentwicklung und Sensibilisierung für die Eisenbahn-Relation Leipzig-Cottbus-Poznan eingesetzt werden. Der Wettbewerb fand im Rahmen des „Gemeinsamen Zukunftskonzeptes für den deutsch-polnischen Verflechtungsraum Vision 2030“ statt und zeichnet ausgewählte Ideen und Initiativen aus, die sich sozial, ökonomisch oder ökologisch für nachhaltiges Wachstum zwischen Polen und Deutschland einsetzen. Dieter Schuster vom VCD in Cottbus dazu: „Über die Auszeichnung freuen wir uns sehr und sehen dies auch als einen Beitrag zur Verkehrswende.“ Durch attraktive Bahnverbindungen wächst Europa zusammen, schont damit die Umwelt und spart CO2 ein. „Bei dieser Verbindung bleibt es aber nicht. Als Knotenpunkt verschiedener Eurocity-Verbindungen kommt dem Hauptbahnhof Cottbus eine zentrale Rolle zu.“ so Schuster weiter.

Cottbus als internationalen Bahnknoten ausbauen

Neben der Wiederherstellung der Bahntrasse zwischen Leipzig und Poznan soll auch die Strecke zwischen Hamburg, Berlin, Wroclaw (Breslau) und Kraków (Krakau) reaktiviert werden. Beide Strecken kreuzen sich dann in Cottbus. Metropolen werden verbunden und der Lausitz kommt im Sinne des Strukturwandels eine wichtige Bedeutung zu. Wie bereits vor den Weltkriegen werden ehemalige Verbindungen neu gedacht. Durch Wegfallen von Grenzkontrollen im Schengen-Raum und durch größtenteils bestehende Schienen, ist eine Reaktivierung beider Verbindungen mit Kreuzung in Cottbus möglich, dazu muss allerdings der politische Wille stärker zum Vorschein kommen. Erforderlich sind die bestehenden Gleise auszubauen, zu renovieren oder elektrifizieren. Dafür setzt sich der VCD massiv ein. In Bezug auf den Wettbewerb äußert Schuster weiter: „Für die Unterstützung bedanken wir uns vor allem bei unseren polnischen Partnern in Gubin und den weiteren Unterstützer*innen, wie der Stadtverwaltung Cottbus, der Euroregion Spree-Neiße-Bober oder dem Deutsch-Polnischem Verein Cottbus.

Hintergrund: 

Der ökologische Verkehrsclub VCD-Brandenburg setzt sich für eine umwelt- und sozialverträgliche, sichere und gesunde Mobilität in Brandenburg ein. Geleitet von dem Gedanken einer globalen Verantwortung, engagiert er sich auf lokaler und regionaler Ebene für eine klimaverträgliche, nachhaltige Verkehrspolitik. Seit 1991 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander aller Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind.

Foto: Cottbus-Bilder @UK

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