Cottbus Sonntag, 17 März 2019 von Redaktion

So ist Fußball! Gnadenlose Karlsruher gewinnen 2:0 bei Energie Cottbus

Der FC Energie Cottbus kann seine Siegesserie nicht fortsetzen und muss gegen den Karlsruher SC eine 0:2 Niederlage einstecken. Die Gäste führten bereits nach fünf Minuten, Cottbus rannte diesem Rückstand hinterher und hatte die Partie mit vielen Chancen im Griff, doch in der 76. Minute macht der KSC den Sack zu. Energie hatte genügend gute Möglichkeiten, aber fast keine ging aufs Tor, wenn sie es mal trafen, waren die Schüsse ungefährlich.

Statements nach dem Spiel gibt es von Jürgen Gjasula und Lasse Schlüter im Titelvideo.

Machen sie die englische Woche perfekt? Mit einem Sieg gegen den Karlsruher SC könnte der FC Energie Cottbus insgesamt 9 Punkte aus den drei Spielen holen, die Gegner hießen Münster, Halle und heute eben der KSC, alles Teams aus dem oberen Tabellendrittel. Weiterhin würde ein Dreier den Sprung von den Abstiegsplätzen bedeuten,

Cottbus beginnt offensiv, Streli Maba hat die erste Chance der Partie, wird jedoch geblockt und im direkten Gegenzug machen es die Gäste perfekt. Ein langer Ball auf Anton Fink, der den Ball spektakulär direkt weiter auf Pourie leitet. Der Stürmer macht es richtig gut und versenkt zum 0:1 ins lange Eck nach fünf Minuten. Da war für die Cottbuser Abwehr nichts zu machen, das war klasse gespielt. Rauhut fragt beim Schiedsrichter noch wegen möglichen Abseits nach, aber auch die TV-Bilder zeigen, da war alles sauber.

Wollitz Team zeigt sich aber nicht geschockt, sondern greift weiter an. Die Gäste sind aber auch mitten drin, es geht rauf und runter. In der 20. Minute bekommt Marcelo de Freitas zentral den Ball, vor dem Strafraum zieht er ab, doch der Ball zischt Zentimeter am Tor vorbei. Nur wenige Minuten später ist es erneut Marcelo, der nach einer tollen Kombination zum Abschluss kommt, Uphoff hat die Kugel sicher. Die Gäste sind nun nur noch mit Abwehrarbeit beschäftigt, Energie hat die Zügel in der Hand, doch die drittbeste Abwehr der Liga hält bisher. Nur der VfL Osnabrück und der Hallesche FC haben weniger Gegentore, letzteren schenkten die Cottbuser am Mittwoch drei Tore ein. Bis zur Pause ackern die Cottbuser weiter, ein Tor gelingt jedoch nicht. Das Engagement jedoch macht Mut für die zweite Hälfte.

Die Mannschaften kommen vor 8.703 Zuschauern unverändert aus der Kabine, die Gäste haben durch Wanitzek die erste richtige Chance, der Pfosten rettet vor dem 0:2 Rückstand. Verdient wäre es nicht gewesen, aber danach fragt niemand. Energie übernimmt wieder das Heft des Handelns, Karlsruhe lauert auf Konter. Fabio Viteritti schießt nach 58 Minuten wieder aus verheißungsvoller Position, wieder zu harmlos für Uphoff im KSC-Tor. Ein Angriff folgt auf den nächsten, Luke Hemmerich ersetzt zwischenzeitlich Daniel Bohl, sechs Minuten später wird Rangelov in höchster Not gestört, als er zentral vor Uphoff auftaucht. Bei den Gästen wiederum zeigen sich bereits bei ersten Spielern Krämpfe. Viele gute Chancen für den FCE, aber das Finale fehlt bisher und immer die Gefahr im Rücken durch einen Konter plötzlich mit zwei Toren hinten zu liegen. Für die letzten 20 Minuten soll Felix Geisler für eine weitere Belebung sorgen, Lasse Schlüter geht runter.

In der 75. Minute kommt eine Hereingabe der Karlsruher in den Strafraum Weidlich geht dazwischen, aber der Ball geht an den Pfosten und prallt zurück, Pourie muss ihn nur noch zum 0:2 über die Linie drücken. Wollitz an der Seite rastet völlig aus, er reklamiert vorher eine Abseitsstellnug, aber die Schiedsrichter lassen weiterspielen. Danach wird es ruppig, Jose Matuwila geht mit beiden Beinen frontal in den Gegner, es kommt zur Rudelbildung. Der Cottbuser Verteidiger kann von Glück sprechen, nicht direkt mit Rot vom Platz geschickt zu werden. Elf Minuten bleiben den Hausherren noch, um spielerisch eine Antwort zu finden. Bisher hatten sie eine tolle Partie gezeigt, doch nun drohen sie im Frust zu versinken. Die Partie flacht nun ab, der KSC kommt selbst noch ein paarmal vors gegnerische Tor, Energie hat sehr viel in die Partie investiert, der Ertrag ist ernüchternd. Fleiß und Einsatz stimmten, aber sie haben einfach nicht das Tor gemacht.

Der KSC zeigt Cottbus, wie gnadenlos effektiv eine Mannschaft sein kann, aus vier Chancen machen sie zwei Tore. Energie hatte mindestens ein Dutzend Möglichkeiten, spielte aber keine so gefährlich zu Ende, dass sie in einem Tor mündeten. Durch die Niederlage verpassen die Lausitzer vorerst den Sprung auf einen Nichtabstiegsplatz.

Wie nach dem Sieg gegen den Halleschen FC bleibt auch bei der Niederlage nicht viel Zeit, darüber nachzudenken, am Mittwoch spielen sie bereits ihre Nachholpartie in Unterhaching, die am Wochenende 0:0 zuhause gegen Großaspach spielten.

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