Öffentliche Vorlesungsreihe »Open BTU«: Mittwoch, 28. November 2018, 17:30 Uhr, im Großen Hörsaal auf dem Zentralcampus der BTU Cottbus–Senftenberg
Dr. habil. Fritz A. Reusswig vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung spricht zum Thema »Tagebau und Energie Cottbus, Kleingärten und Kohlekommission: Wie lässt sich eine gute Zukunft für die Lausitz gestalten?«
In seinem Vortrag möchte er dafür werben, die Prozess- und Beteiligungsqualitäten des regionalen Strukturwandels zu beachten und zu verbessern. Ohne eine hinreichende Qualität der Prozesse, so die Abschlussthese, kann aus dem Konflikt keine konstruktive Zukunft erwachsen, und es macht dann auch keinen Sinn, über die Höhe von Fördermitteln zu diskutieren.
Interessierte sind herzlich eingeladen!
Newsletter
Die Lausitz am Abend – in zwei Minuten
Jeden Abend das Wichtigste aus der Region – und donnerstags die Veranstaltungstipps fürs Wochenende. Kostenlos und jederzeit abbestellbar.
Die Lausitz soll sich ändern – sie soll klimafreundlicher werden und endlich von der Braunkohle lassen. So will es der Klimaschutz. Aber was will die Lausitz, was kann sie? Die Vorschläge, die in den letzten Jahren gemacht wurden, versuchen wirtschaftliche Alternativen zu entwickeln, um Beschäftigung und Wertschöpfung auch in einer dekarbonisierten Region zu halten. Auch die Kohlekommission wird entsprechende Ideen entwickeln.
Der Vortrag hinterfragt aus primär soziologischer Sicht, welche Voraussetzungen und Folgen ein solcher Strukturwandel eigentlich benötigt. Die Ausgangsthese lautet dabei, dass wir nicht nur über einen technisch-wirtschaftlichen Strukturwandel sprechen, sondern über eine konkrete Region in all ihren Facetten. Es geht also vor allem auch um die regionale Identität und Leitbilder der Regionalentwicklung.
Dazu gehören deutlich mehr als die (wichtigen) Kernthemen alternative Wertschöpfung und Beschäftigung: Es geht insbesondere auch um den Umgang mit der Geschichte und der Kultur einer Region, um die Infrastrukturausstattung und um die Lebensqualität. In diesem Zusammenhang werden Facetten und Akteure in der Lausitz wichtig, die in den energie- und strukturpolitischen Debatten etwas ausgeblendet werden, etwa »Energie Cottbus«, die Kleingärtner, die Kirchen oder auch die politischen Parteien vor Ort.
Dr. habil. Fritz A. Reusswig vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) ist ein angesehener Experte auf dem Gebiet der Umweltsoziologie und der damit verbundenen Klima- und Umweltfragen. In seinem Vortrag diskutiert er potentielle Entwicklungsmöglichkeiten für Cottbus und die Lausitz. Dr. Reusswig hat federführend an Klimaschutz- und Anpassungskonzepten für Berlin und Potsdam gearbeitet und war lange Jahre Lehrbeauftragter für Umweltsoziologie an der BTU Cottbus. Aktuell lehrt er an der Humboldt-Universität zu Berlin.
Uns bei Google als bevorzugte Quelle festlegen
Wer etwas googelt, bekommt neben den normalen Treffern eine Box mit aktuellen
Nachrichten. Legen Sie NIEDERLAUSITZ aktuell als bevorzugte Quelle fest,
erscheinen unsere Beiträge dort häufiger für Sie – und in den KI-Übersichten
von Google. Ein Klick genügt, danach sind Sie sofort wieder hier.
Falls der Knopf nicht angezeigt wird: niederlausitz-aktuell.de bei Google als bevorzugte Quelle hinzufügen
Datum: Mittwoch, 28. November 2018, 17:30 bis 19:00 Uhr
Ort: BTU Cottbus–Senftenberg, Großer Hörsaal, Zentralcampus, Konrad–Zuse–Straße 4, 03046 Cottbus
Foto: BTU Cottbus-Senftenberg
pm/red




