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Brandenburg Samstag, 28 Dezember 2019 von Redaktion

Brandenburgs Kampfmittelräumer 2019: Über 6.000 Bomben und Raketen geborgen

Brandenburgs Kampfmittelräumer 2019: Über 6.000 Bomben und Raketen geborgen

Brandenburgs Kampfmittelbeseitigungsdienst (KMBD) hat im zu Ende gehenden Jahr nach einer vorläufigen Bilanz 276 Tonnen Kampfmittel gefunden. Neben dem Räumen und Entschärfen von kleinen und großen Munitionskörpern, stand – wie bereits im Vorjahr – die umfangreiche Beratung der Feuerwehren bei der Waldbrandbekämpfung im Fokus. Der KMBD blickt auf ein unfallfreies Jahr zurück.

Innenminister Michael Stübgen: „Trotz großer Anstrengungen weist Brandenburg immer noch den höchsten Anteil an munitionsbelasteten Gebieten aller Bundesländer auf. Neben den militärisch genutzten Flächen bzw. Konversionsflächen stehen immer noch rund 350.000 Hektar zivil genutzter Fläche unter Kampfmittelverdacht. Lokale Schwerpunkte bilden nach wie vor Oranienburg, Potsdam, die Oder-Neiße-Linie oder der Bereich südlich Berlins. Ich danke den Spezialisten beim Kampfmittelbeseitigungsdienst und allen Verantwortlichen in den Kommunen für ihren Einsatz, der gerade mit Blick auf die Waldbrände den Einzelnen oft bis an die Grenze der Leistungsfähigkeit gebracht hat.“

Der KMBD hat in den zurückliegenden elf Monaten über 4.500 Anfragen von Grundstückseigentümern auf Kampfmittelbelastung bearbeitet und wurde zudem im Rahmen der Gefahrenabwehr rund 1.900 Mal zu einem Kampfmittelfund gerufen. Außerdem beauftragte er 221 Kampfmittelräummaßnahmen für landeseigene, kommunale und private Liegenschaften und wurde auch als Geschäftsbesorger für „Dritte“ (Bund, Land, Kommune) tätig. Im Ergebnis der Kampfmittelräummaßnahmen durch den KMBD konnten so in diesem Jahr bis Ende November bisher rund 486 Hektar aus dem Kampfmittelverdacht entlassen werden.

Brandenburg musste für die Kampfmittelräumung bis Ende November 2019 insgesamt 13,7 Millionen Euro aufwenden – davon rund 8,6 Millionen Euro für die Beseitigung von Kampfmitteln und gut 5,1 Millionen Euro für Personal- und Sachkosten. Allein 4,1 Millionen Euro wurden für die Kampfmittelbeseitigung in Oranienburg ausgegeben.

Im Ergebnis wurden im Land Brandenburg insgesamt 276 Tonnen Kampfmittel gefunden.

Darunter befanden sich unter anderem:

1.800 Nahkampfmittel

470  Minen

21.300 Granaten

5.000 Brandbomben

188 Sprengbomben über 5 kg

870 Panzerabwehrraketen/ Raketen

2.300 Waffen/Waffenteile

750.000 Handwaffenmunition 

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