Die gesetzlichen Krankenkassen haben nach Angaben des BKK Landesverbandes Mitte im Jahr 2009 in Brandenburg fast eine Milliarde Euro für Arzneimittel ausgegeben. „Das entspricht einer Steigerung von sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr“, erklärt Hans-Hermann Runge, Vorstandsvorsitzender des Landesverbandes. Damit stiegen die Kosten für Medikamente im Land deutlich stärker an als im Bundesdurchschnitt. Das Ausgabenplus auf Bundesebene gegenüber 2008 liegt bei 5,9 Prozent, so Runge.
Bundesweit zahlten die gesetzlichen Krankenkassen im vergangenen Jahr rund 27,3 Milliarden Euro für Arzneimittel. Davon entfielen gut 4,3 Milliarden Euro auf die Mehrwertsteuer. „Allein in Brandenburg kostete die volle Mehrwertsteuer auf Medikamente die Versicherten rund 154 Millionen Euro“, rechnet Runge vor. Der Gesetzgeber müsse daher auch für Arzneimittel den ermäßigten Steuersatz einführen: „Die entsprechenden Gelder sollten für die Versorgung chronisch Kranker eingesetzt werden“, forderte der Vorstand des BKK Landesverbandes.
Quelle: BKK Landesverband Mitte
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