Im Stadtbild vorhandene historische Litfaßsäulen sind oft unansehnlich und kein besonders schöner „Hingucker“. Die Stadt Forst (Lausitz) hat sich zum Ziel gesetzt, diese alten Säulen zu erhalten, der wilden Plakatierung entgegenzuwirken und startete in diesem Jahr einen Aufruf an Vereine und Bürger zur Ideenfindung für eine aufwertende Gestaltung und damit verbundene Attraktivierung des öffentlichen Raumes.
Eine erste Kooperation gab es mit den Forster Malfreunden, die sich für die Gestaltung der Litfaßsäule am Kreisel (Wasserturm) bewarben und ein Konzept entwickelten. Hier entstand gemeinsam mit dem Graffiti-Künstler Maik Enge die Gestaltung der historischen Fassade des Brandenburgischen Textilmuseums.
Durch bürgerschaftliches Engagement konnte in kurzer Zeit eine weitere Litfaßsäule in der Triebeler Straße verschönert werden. Regina Sensel sah diese Idee als eine schöne Herausforderung und setzt mit ihrer abstrakten Gestaltung bewusst einen kräftigen Akzent inmitten der Stadtlandschaft. Ihren Entwurf beschreibt Sie folgendermaßen: „Als der Entwurf für die Litfaßsäule in meinem Kopf entstand, sah ich zuerst die Farbe Grün. … Forst hat ja durch die Abrisse viele Grünflächen dazu gewonnen und so sehe ich eine Parkstadt entstehen. Das Grün auf dem Entwurf ist umgeben von erdfarbenen Flächen und wirkt wie eine Draufsicht auf eine Landschaft.“
Foto: hpf
Text: Kathleen Hubrich, DSK Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH & Co. KG







