Die BTU Cottbus-Senftenberg hat eine neue Professorin für Beratung in der Sozialen Arbeit. Prof. Dr. Cordula Endter will am Campus Sachsendorf in Cottbus ein Beratungslabor aufbauen und die psychosoziale Gesundheit älterer Menschen in der Lausitz stärken. Das sagte sie auf Anfrage von NIEDERLAUSITZ aktuell.
Von der Katholischen Hochschule Berlin nach Cottbus
Das Fachgebiet von Cordula Endter heißt „Beratung, Kommunikation und Intervention in der Sozialen Arbeit“. Nach ihren Worten sind das drei zentrale Themen und Handlungsfelder der Sozialen Arbeit, die mit Blick auf die gegenwärtigen Herausforderungen besonders wichtig sind. Vor ihrer Berufung an die BTU war sie Professorin an der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin, mit dem Schwerpunkt Soziale Arbeit in der digitalisierten Gesellschaft.
„Ich freue mich sehr, mein Wissen und meine Erfahrung in der Sozialen Arbeit und der Psychologie im Feld der Beratung in Cottbus und der Lausitz in Forschung und Praxis einbringen zu können und dabei in einer der dynamischsten Regionen Deutschlands tätig sein zu dürfen“, sagte Endter.
Psychosoziale Gesundheit älterer Menschen stärken
In ihrer Forschung befasst sich Cordula Endter vor allem mit der Lebenswelt von Menschen in der zweiten Lebenshälfte. Es gehe um Gesundheit und Pflege, aber auch um Teilhabe und Bildung „und nicht zuletzt um ethische Fragen eines würdevollen Lebens im Alter auch unter den Bedingungen von Verletzlichkeit“. Sie hat unter anderem in der gerontopsychiatrischen Abteilung eines Krankenhauses gearbeitet und sich dort als Psychologin und Psychotherapeutin in Ausbildung viel mit psychischen Erkrankungen im Alter beschäftigt. „Dieses Themenfeld ist mir sehr wichtig“, sagte sie.
Als Professorin will sie mit Forschung und Praxisarbeit in Cottbus und der Region die psychosoziale Gesundheit älterer Erwachsener stärken und mit neuen Ansätzen und Kooperationen voranbringen.
Beratungslabor am Campus Sachsendorf geplant
Digitalisierung könne dabei eine Rolle spielen, gefordert seien aber Lösungen, die darüber hinausgehen. „Denn mit Blick auf den demografischen Wandel und den Fachkräftemangel geht es um mehr als um technologische Innovationen“, sagte Cordula Endter. Für sie stelle sich vielmehr eine gesellschaftliche und stärker am Gemeinwohl orientierte Frage, nämlich wie wir in Zukunft gut miteinander leben können. „Hier spielen Beratung und Kommunikation eine zentrale Rolle. Deshalb plane ich, dazu ein Beratungslabor am Campus Sachsendorf der BTU aufzubauen.“
Forschungsprojekte in Guben, Spremberg und Cottbus
Die Lausitz kennt Endter nach eigenen Worten privat wie beruflich sehr gut, die Niederlausitz ebenso wie die Oberlausitz. Durch frühere Arbeitsstationen, unter anderem in Görlitz, habe sie viele Kontakte zu Akteurinnen und Akteuren aus Gesundheit, Pflege und Sozialwirtschaft aufgebaut.
Als Mitglied der Transferinitiative AlterPerimentale ist sie bereits mit Projekten in der Region vertreten. In einem davon geht es um digitale Daseinsvorsorge. „Hierzu sind wir gerade in Guben unterwegs“, sagte Endter. Die AlterPerimentale ist außerdem in Schenkendöbern, Spremberg und Cottbus aktiv. Der Bund hat die Förderung der Initiative im August bis 2030 verlängert.
VollzeitBewerbung bis 23.11.Ausbilder für die Fort- und Weiterbildung Elektronik und Elektrotechnik (m/w/d)Handwerkskammer Cottbus · Königs WusterhausenZur Stelle →Alle 275 Stellen in Südbrandenburg →Mit ihrem Start an der BTU freut sich Cordula Endter darauf, weitere Akteurinnen und Akteure in der Lausitz kennenzulernen und sich mit ihrer Arbeit einzubringen. Zuletzt stellten wir bereits Aleksandar Matković, der in Cottbus an hauchdünnen 2D-Materialien forscht, und Nadine Tramowsky, die in Senftenberg Grundschullehrkräfte ausbildet, vor.
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Red. / Presseinformation















