Die Senftenberger Bahnhofstraße ist nach ihrer grundhaften Erneuerung wieder frei. Infrastrukturstaatssekretär Volker-Gerd Westphal hat sie am Donnerstag gemeinsam mit Vertretern des Landkreises Oberspreewald-Lausitz und der Stadt Senftenberg symbolisch für den Verkehr freigegeben. Damit ist die letzte Lücke zwischen der ausgebauten Calauer Straße und der erneuerten Eisenbahnüberführung geschlossen. Das Land hat den Bauabschnitt mit rund 854.000 Euro gefördert. Radfahrer und Fußgänger können die Bahnhofstraße ab sofort wieder nutzen, im Verlaufe des Donnerstagmittags wird die Fahrbahn auch für den Autoverkehr vollständig freigegeben.
Eigene Rad- und Gehwege auf beiden Seiten
Auf 200 Metern wurde die Fahrbahn von Grund auf erneuert. Auf beiden Straßenseiten gibt es nun asphaltierte Radwege und gepflasterte Gehwege, getrennt vom Autoverkehr. Außerdem wurden die Regenwasserkanäle und die Ampelanlage erneuert. An Einmündungen und Querungsstellen erleichtern tastbare Bodenindikatoren blinden und sehbehinderten Menschen die Orientierung. Die abgesenkte Fahrbahn im Anschluss an die Bahnbrücke sorgt für die nötige Durchfahrtshöhe.
Die Bahnhofstraße ist als Kreisstraße K 6612 eine wichtige Verbindung: Sie führt von der B 96/B 169 östlich von Senftenberg bis zur L 55 bei Meuro. Umgesetzt wurde der Ausbau deshalb als Gemeinschaftsprojekt von Landkreis und Stadt.

Keine Pfütze mehr unter der Bahnbrücke
Für Bürgermeister Andreas Pfeiffer ist vor allem eine Verbesserung spürbar: „Jeder in Senftenberg erinnert sich, wie oft an der tiefsten Stelle unter der Bahnbrücke das Wasser stand und die Durchfahrt zur Pfütze wurde. Mit den neuen Regenwasserkanälen ist damit Schluss.“
Mit der Bahnhofstraße sei die Achse vom Bahnhof in die Stadt nun durchgehend fertig, „sicher, barrierefrei und ein guter Eingang für alle, die mit dem Zug nach Senftenberg kommen“. Pfeiffer dankte den Anwohnern für ihre Geduld.
Kreisstadt wieder aus allen Richtungen erreichbar
Landrat Alexander Erbert betont die Bedeutung für den gesamten Verkehr in der Kreisstadt: „Nach Abschluss der Baumaßnahmen der Deutschen Bahn und mit der Freigabe unserer anschließenden Baumaßnahme ist unsere Kreisstadt wieder aus allen Himmelsrichtungen auf dem direkten Weg erreichbar.“ Besonders wichtig sei die höhere Sicherheit durch die getrennten Rad- und Gehwege. Die Bauarbeiten seien planmäßig abgeschlossen worden. Davon profitierten Einheimische ebenso wie Besucher des Lausitzer Seenlandes.
„Geschafft! Es geht voran“, sagt Staatssekretär Westphal. Die Bauarbeiten hätten den Anwohnern viel Geduld abverlangt, umso mehr freue er sich, dass die Verbesserungen nun im Alltag spürbar werden. Pendler erreichen den Bahnhof künftig wieder besser, der Umstieg vom Auto oder Fahrrad auf den Nahverkehr soll leichter werden.
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Der zweite Bauabschnitt hat rund 1,14 Millionen Euro gekostet. Das Land übernimmt über die Richtlinie zur Förderung des kommunalen Straßenbaus 75 Prozent der förderfähigen Ausgaben, insgesamt rund 854.000 Euro.
Die Bahnhofstraße schließt an den 2016 und 2017 ausgebauten ersten Abschnitt in der Calauer Straße sowie an die erneuerte Eisenbahnüberführung an. Für alle drei zusammenhängenden Vorhaben hat das Land rund 4,23 Millionen Euro bereitgestellt:
Calauer Straße: rund 395.000 Euro
Eisenbahnüberführung: rund 2,98 Millionen Euro
Bahnhofstraße, zweiter Bauabschnitt: rund 854.000 Euro
Nächster Schritt: das Bahnhofsquartier
Abgeschlossen ist die Entwicklung rund um den Bahnhof damit noch nicht. Die Stadt hat bereits die Planungen für das Bahnhofsquartier vergeben. „Damit nimmt auch die Neugestaltung des Bahnhofsumfelds Fahrt auf“, so Pfeiffer.
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