In Dahme-Spreewald sind im zweiten Quartal 2026 insgesamt 89 Insolvenzverfahren gezählt worden, so viele wie in keinem anderen Lausitzer Kreis. In Cottbus sank die Zahl von 61 auf 52. Landesweit meldet das Amt für Statistik 1.022 Verfahren, zwei weniger als ein Jahr zuvor.
Mehr Unternehmensinsolvenzen im Land Brandenburg
Von April bis Juni 2026 wurden in Brandenburg 1.022 Insolvenzverfahren gemeldet, im Vorjahresquartal waren es 1.024. Das geht aus dem Statistischen Bericht Insolvenzen im Land Brandenburg des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg hervor. Bei 154 Verfahren ging es um Unternehmen, das sind zehn mehr als im zweiten Quartal 2025 und ein Plus von 6,9 Prozent. Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen sank um 21 auf 651. Verfahren ehemals selbstständig Tätiger stiegen von 185 auf 195.
Die voraussichtlichen Forderungen aller Insolvenzverfahren beziffert das Amt auf 165,4 Millionen Euro, davon 108,0 Millionen Euro bei Unternehmen. Von den Unternehmensinsolvenzen waren 670 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer betroffen. Am häufigsten traf es den Handel mit 27 Verfahren und das Baugewerbe mit 24 Verfahren. Die meisten Unternehmensinsolvenzen gab es in Potsdam-Mittelmark mit 23 Fällen.
Dahme-Spreewald mit 19 Unternehmensinsolvenzen
Gleich danach folgt Dahme-Spreewald mit 19 Unternehmensinsolvenzen, nach 15 im Vorjahresquartal. Fünf davon betrafen Dienstleister, je zwei das Verarbeitende Gewerbe, das Baugewerbe, den Handel, das Gastgewerbe sowie Verkehr und Nachrichtenübermittlung. 15 der 19 Unternehmen waren GmbHs. Insgesamt stieg die Zahl der Insolvenzverfahren im Kreis von 81 auf 89, nur Märkisch-Oderland kam mit 98 auf mehr. Die voraussichtlichen Forderungen lagen bei 16,7 Millionen Euro. Verbraucherinsolvenzen zählte das Amt 56, nach 48 im Vorjahr.
Cottbus und Oberspreewald-Lausitz mit weniger Verfahren
In Cottbus gingen die Insolvenzverfahren von 61 auf 52 zurück. Darunter waren fünf Unternehmen, nach acht im zweiten Quartal 2025. Drei davon kamen aus dem Handel, je eines aus dem Verarbeitenden Gewerbe und aus Verkehr und Nachrichtenübermittlung. Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen in der Stadt sank von 42 auf 37. Die voraussichtlichen Forderungen summierten sich auf 4,6 Millionen Euro.
Oberspreewald-Lausitz kam auf 40 Insolvenzverfahren, nach 49 im Vorjahresquartal. Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen stieg dort allerdings von drei auf fünf, zwei davon im Baugewerbe. Bei den Verbrauchern ging die Zahl von 38 auf 25 zurück.
Spree-Neiße und Elbe-Elster nahe am Vorjahresniveau
In Spree-Neiße stieg die Zahl der Insolvenzverfahren von 34 auf 41. Unternehmen waren wie im Vorjahr drei Mal betroffen, zwei davon aus dem Handel. Mehr Verfahren gab es bei ehemals selbstständig Tätigen, nämlich zwölf nach sechs. Elbe-Elster meldete 32 Insolvenzverfahren nach 31 im Vorjahresquartal. Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen sank dort von sieben auf vier, die der Verbraucherinsolvenzen stieg von 19 auf 25.
Zusammen zählte das Amt in Cottbus und den vier Lausitzer Landkreisen 254 Insolvenzverfahren, im Vorjahresquartal waren es 256. Darunter waren in beiden Zeiträumen jeweils 36 Unternehmen. Erfasst werden nur Fälle, in denen ein Gericht das Verfahren eröffnet, mangels Masse abgewiesen oder einen Schuldenbereinigungsplan bestätigt hat. Zurückgenommene Anträge zählen nicht.
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