In Brandenburg waren 2025 rund 202.000 Menschen wegen Schlafstörungen in ärztlicher Behandlung, knapp acht Prozent der Bevölkerung. Darauf weist die BARMER vor der Umstellung auf die Winterzeit in der Nacht zum Sonntag, 25. Oktober, hin.
Knapp acht Prozent der Brandenburger betroffen
Die Zahlen zu Schlafstörungen stammen aus einer Auswertung des BARMER-Instituts für Gesundheitssystemforschung (bifg). Grundlage sind ambulante Diagnosen von BARMER-Versicherten, die anhand amtlicher Bevölkerungsdaten standardisiert und auf das Land hochgerechnet wurden. Mit knapp acht Prozent liegt der Anteil in Brandenburg etwas höher als in Berlin, wo rund 263.000 Menschen und damit gut sieben Prozent betroffen waren. Bundesweit am höchsten ist der Anteil laut BARMER in Thüringen mit etwa 9,1 Prozent, am niedrigsten in Hamburg mit rund 6,4 Prozent.
„Schlechter Schlaf kann weit mehr als eine unruhige Nacht mit sich bringen. Wer dauerhaft nicht zur Ruhe kommt, ist tagsüber oft weniger belastbar. Solche Beschwerden sollten aber dauerhaft nicht einfach hingenommen werden“, sagt Gabriela Leyh, Landesgeschäftsführerin der BARMER in Berlin und Brandenburg. Halten Schlafprobleme länger an, beeinträchtigen sie regelmäßig den Alltag oder gehen sie mit starker Tagesmüdigkeit einher, rät die Kasse zu ärztlichem Rat. Das gilt auch bei auffälligem Schnarchen mit Atempausen.
Uhren werden in der Nacht zum Sonntag zurückgestellt
In der Nacht vom 24. auf den 25. Oktober werden die Uhren um 3 Uhr auf 2 Uhr zurückgestellt, die Nacht ist eine Stunde länger. In den ersten Tagen danach können Müdigkeit, Konzentrationsprobleme oder Schwierigkeiten beim Ein- und Durchschlafen auftreten. Menschen mit Schlafstörungen spüren die Umstellung laut BARMER häufig stärker. Empfindlich reagieren außerdem Schichtarbeitende, Jugendliche und junge Erwachsene mit spätem Schlafrhythmus, ältere Menschen mit festem Tagesablauf sowie Menschen mit psychischen Erkrankungen. Die meisten gewöhnen sich innerhalb weniger Tage an die neue Zeit, bei manchen dauert es Wochen.
Tageslicht am Morgen und weniger Bildschirm am Abend
Die BARMER empfiehlt, zur gewohnten Zeit aufzustehen und Mahlzeiten, Bewegung und abendliche Routinen möglichst beizubehalten. Wer empfindlich ist, kann schon vor der Umstellung jeden Abend einige Minuten früher ins Bett gehen. Langes Ausschlafen vorher hilft dagegen nicht immer, weil abends dann die Müdigkeit fehlen kann. Morgendliches Tageslicht, etwa bei einem kurzen Spaziergang, hilft beim Wachwerden. Abends sollte helles Licht von Smartphones, Tablets und Computern reduziert werden, weil es die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin verzögern kann. Ein kühles, ruhiges Schlafzimmer und der Verzicht auf schwere Mahlzeiten vor dem Zubettgehen können den Schlaf ebenfalls unterstützen. „Alkohol ist kein geeignetes Schlafmittel. Er kann zwar zunächst müde machen, stört aber häufig die Erholung in der zweiten Nachthälfte“, sagt Leyh.
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