Ein Anführer, dem die Gefolgschaft nicht mehr glaubt: Am Sonntag (25. Oktober) um 19 Uhr kehrt „Die Krankschreibung“ auf die Kammerbühne des Staatstheaters Cottbus zurück. Das Autorenduo Sokola//Spreter hat für das Stück Heinrich von Kleists unvollendetes Drama „Robert Guiskard. Herzog der Normänner“ aufgegriffen und für Cottbus weitergeschrieben. Regie führt Aram Tafreshian.
Kleist-Stoff über bröckelnde Macht
Im Mittelpunkt steht Robert Guiskard, der seine Versprechen nicht mehr halten kann. Das angekündigte ewige Leben bleibt aus, seine Anhänger zweifeln zunehmend an ihm. Die Gruppe lagert vor einer fremden Stadt, in der eine rätselhafte Krankheit wütet. Um seine Autorität zurückzugewinnen, will Guiskard seine angeblichen Wunderkräfte beweisen. Das Stück verbindet den historischen Stoff mit einer dystopischen Gegenwart und fragt, wie lange Herrschaft funktioniert, wenn die Versprechen größer sind als das, was sich einlösen lässt.
Karten gibt es im Besucherservice im Großen Haus am Schillerplatz 1 (Telefon 0355 7824242) und online unter staatstheater-cottbus.de. Weitere Vorstellungen sind am 21. November (19.30 Uhr), am 6. Dezember (19 Uhr) sowie im Januar 2027 geplant.
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