Die Universitätsbibliothek der BTU Cottbus-Senftenberg hat einen neuen Leiter. Seit 1. Oktober führt Dr. André Wendler die Bibliothek, die ihren Hauptsitz im IKMZ in Cottbus hat. Er will unter anderem künstliche Intelligenz stärker nutzen und das IKMZ als Ort für die Stadt öffnen.
Neuer Leiter kommt von den Leipziger Bibliotheken
André Wendler ist promovierter Medienwissenschaftler. Er arbeitete nach Angaben der BTU zunächst in Wissenschaft und Wissenschaftsverwaltung an der Bauhaus-Universität Weimar und war danach Referent bei der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig. In den vergangenen vier Jahren war er stellvertretender Leiter der Leipziger Städtischen Bibliotheken.
Die Leitung der Universitätsbibliothek war rund eineinhalb Jahre nicht regulär besetzt. In dieser Zeit führte die stellvertretende Leiterin Simone Kossack die Bibliothek. Zuvor hatte Dr. Jens Mittelbach die Universitätsbibliothek geleitet, er ist inzwischen Chef der Bibliothek der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder). Das teilte die BTU auf Anfrage von NIEDERLAUSITZ aktuell mit.
Künstliche Intelligenz und mehr Raum zum Lernen im IKMZ
Wendler will mehrere Schwerpunkte setzen. Ein Thema ist künstliche Intelligenz: wie sie die Recherche nach Informationen verändert, welche Abläufe in der Bibliothek sie unterstützen kann und welche KI-Dienste eine Bibliothek künftig anbieten sollte. Außerdem sollen die Räume im IKMZ zu Orten des Lernens, Lesens und der Begegnung mit hoher Aufenthaltsqualität weiterentwickelt werden, ebenso die Angebote für Lehre und Lernen.
Das IKMZ und die Bibliothek sollen zudem ein Ort des Austauschs zwischen Wissenschaft, Universität, Kultur und Stadtgesellschaft sein. Bei der digitalen Bibliothek geht es um Open Access, offene Wissenschaft und den Umgang mit Forschungsdaten.
Universitätsbibliothek steht allen ab 16 Jahren offen
Die Universitätsbibliothek hat drei Standorte: das IKMZ auf dem Zentralcampus in Cottbus, den Campus Sachsendorf und den Campus Senftenberg. Zum Bestand gehören 1,3 Millionen Medien, darunter mehr als 300.000 digitale Einzelmedien, sowie fast 30.000 Lizenzen für elektronische Zeitschriften und Datenbanken. 45 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten in der Bibliothek, 2025 zählte sie 285.000 Besuche.
Nutzen können die Universitätsbibliothek nicht nur Studierende. Alle Menschen ab 16 Jahren können sich kostenlos vor Ort anmelden und dann Räume, Medien und Angebote nutzen. Mehr Informationen gibt es auf der Internetseite der Bibliothek.
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