Mitnetz Strom hat die nächsten Baustellen im Stromnetz von Elsterwerda benannt. 2027 und 2028 werden in mehreren Straßen Kabel und Trafostationen erneuert. Parallel baut der Netzbetreiber das Umspannwerk Elsterwerda für rund 4,9 Millionen Euro aus. In Kraupa laufen die Arbeiten bereits.
Neue Kabel und Stationen in mehreren Straßen ab 2027
Die Stadt Elsterwerda hatte Anfang Oktober über Investitionen von rund drei Millionen Euro in das örtliche Stromnetz informiert (wir berichteten). Auf Nachfrage von NIEDERLAUSITZ aktuell hat Mitnetz Strom nun genannt, wo in den kommenden Jahren gebaut wird. Pressesprecher Hagen Ruhmer verweist dabei auf den Planungsstand vom Oktober 2026.
Vom dritten Quartal 2027 bis zum ersten Quartal 2028 werden im Rotdornweg und in der Walter-Rathenau-Straße Niederspannungskabel ersetzt. Dort entsteht zudem eine neue digitale Ortsnetztrafostation, kurz digiONS. Im zweiten Halbjahr 2027 ersetzt Mitnetz Strom im Ortsteil Weinberge die bestehende Trafostation durch eine digiONS. Im gleichen Zeitraum wird in Kraupa die Trafostation am Schneidemühlenweg erneuert.
2028 ist das Mittelspannungsnetz an der Reihe. Im Ortsteil Biehla werden in der Berliner Straße und der Saathainer Straße Mittelspannungskabel ersetzt. Außerdem bekommen die Goethestraße, die Wielandstraße, die Lauchhammerstraße und die Ludwig-Jahn-Straße neue, leistungsstärkere Mittelspannungskabel.
Freileitung in Kraupa wird bis April 2027 ersetzt
Bereits begonnen hat der Ersatz der Niederspannungsfreileitung im Ortsteil Kraupa. Betroffen sind die Saathainer Straße, der Mühlenweg, die Dorfstraße, die Poststraße und die Hohenleipischer Straße. Die Arbeiten haben in der Hohenleipischer Straße begonnen und dauern voraussichtlich bis April 2027.
Anwohner werden eine Woche vorher informiert
Während der Bauarbeiten müssen Anwohner mit Straßensperrungen und Stromabschaltungen rechnen. Nach Angaben von Mitnetz Strom werden sie in der Regel eine Woche vorher schriftlich informiert, wann und wie lange der Strom abgeschaltet wird. Bei Störungen im Stromnetz ist die Störungshotline von Mitnetz Strom unter 0800 2 305070 erreichbar.
Was die digitalen Ortsnetzstationen leisten
In Ortsnetzstationen wird der Strom aus dem Mittelspannungsnetz auf die Spannung umgewandelt, die in den Haushalten ankommt. Die digitalen Stationen erkennen Störungen im Netz automatisch vor Ort und melden sie direkt an die Schaltleitung. Notwendige Umschaltungen können dann ferngesteuert erfolgen, ohne dass zuerst Mitarbeiter vor Ort sein müssen. Laut Mitnetz Strom lassen sich Störungen so deutlich schneller eingrenzen. Weniger Anschlüsse sind von Unterbrechungen betroffen, der Aufwand vor Ort sinkt. Außerdem übertragen die Stationen weitere technische Daten, etwa zur Auslastung des Netzes. Diese sollen helfen, künftige Investitionen gezielter zu planen.
Umspannwerk Elsterwerda bekommt zusätzlichen Trafo
Parallel zu diesen Arbeiten baut Mitnetz Strom in den kommenden Jahren das Umspannwerk Elsterwerda aus. Die bestehende 110-Kilovolt-Schaltanlage wird um ein Trafoschaltfeld erweitert. Hinzu kommt ein weiterer Netztransformator mit 50/63 Megavoltampere. Er wird an eine neue 20-Kilovolt-Schaltanlage für die Mittelspannung angeschlossen. Außerdem soll eine Gleichstrom-Ladesäule entstehen. Die Kosten einschließlich Transformator und E-Spule plant das Unternehmen mit rund 4,9 Millionen Euro. Gebaut werden soll vom zweiten Quartal 2027 bis zum vierten Quartal 2028.
VollzeitBewerbung bis 31.12.Kurierfahrer im Nahverkehr (m/w/d)Kurierdienst Transline GmbH · DrebkauZur Stelle →Alle 417 Stellen in Südbrandenburg →Mit dem Ausbau will Mitnetz Strom die Versorgungssicherheit erhöhen und mehr Netzkapazität für steigenden Bedarf und neue Anschlüsse schaffen. Photovoltaik-, Wind- und andere Anlagen für erneuerbare Energien sollen sich besser einbinden lassen. Zusätzliche Schaltfelder bieten mehr Möglichkeiten zum Umschalten und für Erweiterungen. Das soll bei Wartungen und Störungen mehr Flexibilität bringen und die Wiederversorgung nach Störungen beschleunigen. Genannt werden außerdem eine bessere Spannungsqualität und die Entlastung vorhandener Anlagen, die dadurch länger halten sollen.
Netzentgelte in Forst ab 2027 über Mitnetz Strom
Auch zur Übernahme des Stromnetzes in Forst (Lausitz) zum Jahreswechsel (wir berichteten) hat sich das Unternehmen geäußert. Ab 1. Januar 2027 erhebt Mitnetz Strom dort die Netzentgelte und verrechnet sie mit den Stromlieferanten. Diese geben sie über den Strompreis an ihre Kunden weiter. Die vorläufigen Netzentgelte für 2027 hat Mitnetz Strom am 6. Oktober auf seiner Internetseite veröffentlicht, die endgültigen folgen bis spätestens 31. Dezember 2026. Wofür die rund neun Millionen Euro in den ersten drei Jahren in Forst konkret eingesetzt werden, will das Unternehmen später bekanntgeben.
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