21 Autos in Flammen: Vor dem Landgericht Cottbus hat am heutigen Montag der Prozess gegen eine 22-jährige Frau begonnen. Die Anklage wirft ihr vor, zwischen Juli 2025 und Februar 2026 im Cottbuser Stadtgebiet in Serie Fahrzeuge angezündet und dabei einen Sachschaden in sechsstelliger Höhe verursacht zu haben. Zum Auftakt, das berichtet brandenburg.media von vor Ort, schwieg die Angeklagte – doch ein Verständigungsgespräch deutet sich an.
Das wirft die Anklage der 22-Jährigen vor
Mehr als ein halbes Jahr lang sorgte in Cottbus eine Brandserie für Verunsicherung: Immer wieder gingen in den Nachtstunden geparkte Autos in Flammen auf. Seit Montag (12. Oktober) verhandelt das Landgericht Cottbus über die mutmaßliche Verursacherin. Der 22-Jährigen legt die Staatsanwaltschaft zur Last, zwischen Juli 2025 und Februar 2026 insgesamt 21 Fahrzeuge in Brand gesetzt zu haben. Den Gesamtschaden beziffert das Gericht auf einen sechsstelligen Betrag.
Nach Darstellung der Anklage soll die Frau jeweils ähnlich vorgegangen sein: Mit Holzkohleanzündern oder Brandbeschleuniger habe sie das Feuer an einem Reifen gelegt, meist vorne oder hinten rechts. In mehreren Fällen griffen die Flammen demnach auf benachbarte Fahrzeuge über. Ende Juli sollen auch ein Carport und Bäume Feuer gefangen haben, in einem weiteren Fall schlugen die Flammen laut Anklage bis auf das Dach eines Einfamilienhauses über – dass das Haus in Brand geriet, soll die Angeklagte billigend in Kauf genommen haben.
Besonders folgenschwer war ein Fall am 3. Januar in der Hegelstraße: Dort brannte ein Auto vollständig aus, ein weiteres wurde zerstört. Der Schaden allein in dieser Nacht lag bei rund 16.000 Euro.
Verständigungsgespräch und 14 Verhandlungstage
Zum Prozessauftakt äußerte sich die Angeklagte nicht zu den Vorwürfen. Allerdings zeichnet sich ein Verständigungsgespräch ab – also die Möglichkeit, dass ein Geständnis gegen einen festgelegten Strafrahmen in Aussicht gestellt wird. Das Gericht hat bislang 14 Verhandlungstage angesetzt, der Prozess soll sich bis Januar 2027 ziehen. Sollte die Frau wegen Brandstiftung verurteilt werden, drohen ihr zwischen einem und zehn Jahren Haft.
Newsletter
Die Lausitz am Abend – in zwei Minuten
Jeden Abend das Wichtigste aus der Region – und donnerstags die Veranstaltungstipps fürs Wochenende. Kostenlos und jederzeit abbestellbar.
VollzeitBewerbung bis 25.10.Facharzt (m/w/d) für Innere Medizin und Angiologie oder Arzt in fortgeschrittener Weiterbildung (m/w/d)Medizinische Universität Lausitz – Carl Thiem · CottbusZur Stelle →Alle 408 Stellen in Südbrandenburg →Red. / Luca W. & Dennis H. / brandenburg.media














