Vor dem Auswärtsspiel des FC Energie Cottbus beim SV Darmstadt 98 an diesem Samstag haben sich Kapitän Axel Borgmann und Nationalspieler Lukas Michelbrink im NL-Talk geäußert. Beide zogen ein überwiegend positives Zwischenfazit nach sechs Spieltagen – warnten aber davor, den tabellarisch schwach gestarteten Gegner zu unterschätzen.
Borgmann: „Da geht auf jeden Fall noch mehr“
Die dreiwöchige Länderspielpause habe dem Team gutgetan, sagte Axel Borgmann: Nach ein paar freien Tagen zur Erholung habe man die Zeit intensiv zum Training und für eine Analyse genutzt – „über Dinge sprechen, wofür unter der Woche oft die Zeit fehlt“. Mit acht Punkten und Platz sieben nach sechs Spielen sei er zufrieden, „aber da geht auf jeden Fall noch mehr“. Besonders das 1:1 gegen St. Pauli zuletzt habe wehgetan. Dennoch habe Energie gezeigt, „dass wir in der Liga mithalten und jeden Gegner schlagen können“.
Darmstadt steckt derzeit im Tabellenkeller – für Borgmann kein Grund zur Sorglosigkeit: Der Gegner sei „ein stabiler Zweitligist“, zu Hause am Böllenfalltor werde es „nicht leicht“. Mit der eigenen Qualität sehe er aber „große Chancen, da auch wieder drei Punkte zu holen“. In der Fragerunde der Community blickte der Kapitän auch zurück: Fast auf den Tag genau drei Jahre zuvor hatte er sich einen Kreuzbandriss zugezogen – dass er drei Jahre später mit dem Verein in der 2. Bundesliga spiele, sei „immer mein Ziel“ gewesen. Eine Tätigkeit beim Verein auch nach der aktiven Karriere kann er sich grundsätzlich vorstellen, aktuell sei das aber kein Thema.
Michelbrink: „Wir müssen wach sein“
Lukas Michelbrink reiste mit einem besonderen Erfolg im Gepäck zurück: Für die litauische Nationalmannschaft erzielte er in der Nations League sein erstes Länderspieltor – kurz nach seinem ersten Treffer für Cottbus. „Richtig geil“, beschrieb er das Gefühl, seine Familie habe mitgefiebert. Seine Entwicklung in Cottbus sieht der Mittelfeldspieler eng mit dem Umfeld verknüpft: Die Mannschaft sei „eine ganz große Familie“, in der auch junge Spieler aufgefangen würden.
Die Länderspielreise war fordernd – vier Partien in zwei Wochen, unter anderem auswärts in Baku –, kaum zurück stand Michelbrink wieder auf dem Trainingsplatz. Mit Blick auf Darmstadt mahnte er: „Da musst du auf jeden Fall wachsam sein.“ Der schwache Saisonstart des Gegners sei nur eine Momentaufnahme, Darmstadt sei in den vergangenen Jahren stets ein Spitzenteam gewesen. Energie wolle den „positiven Flow“ der vergangenen Spiele mitnehmen.
Pele Wollitz: „Keinen Gegner unterschätzen“
Vor der Reise nach Hessen zeigte sich Trainer Pele Wollitz zufrieden mit dem Zustand seiner Mannschaft – und warnte zugleich eindringlich davor, den Gegner zu unterschätzen. ->> Hier wieterlesen
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