Brandenburgs Infrastrukturminister Robert Crumbach hat EU-Mittel für den Landschaftspark Georgenberg in Spremberg übergeben. Rund 2,9 Millionen Euro kommen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), weitere rund 974.000 Euro aus dem Stadtentwicklungsfonds. Fertig sein soll das Vorhaben im Juni 2029.
Schattenplätze, Wasserspiele und ein Calisthenic-Parcours
Mit dem Geld sollen die Bereiche des Parks umgestaltet werden, die bisher noch nicht aufgewertet wurden. Nach Angaben des Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung entstehen Beschattungsmöglichkeiten und Sitzflächen. Der vorhandene Springbrunnen wird versetzt und mit zwei Nebelanlagen zu einer Wasseranlage erweitert. Geplant sind außerdem ein Calisthenic-Parcours und ein Multifunktionsfeld für Sport- und Gesundheitsangebote sowie ein Naturlehrpfad für verschiedene Altersgruppen. Etwas abseits vom Park soll auf dem Gelände des ehemaligen Ersatzbusbahnhofs ein Verkehrsgarten entstehen.
Die Kosten liegen insgesamt bei rund 4,87 Millionen Euro. Neben den rund 2,9 Millionen Euro aus dem EFRE stellen Bund und Land über den Stadtentwicklungsfonds rund 974.000 Euro bereit. Die Stadt Spremberg beteiligt sich ebenfalls mit rund 974.000 Euro. Angesprochen werden soll laut Ministerium die gesamte Bevölkerung Sprembergs und des Umlandes.
Minister Crumbach lobt das Engagement der Bürger
Crumbach verwies auf die Stadtsanierung in den Sanierungsgebieten Spreeinsel und Stadtkern, die mit Geld von Bund, Land und Europäischer Union gut gelungen sei. Zum Georgenberg sagte er: „Dabei ist die Entwicklung des Georgenbergs ganz besonders vom Engagement der Bürgerinnen und Bürger geprägt. Ich freue mich über dieses Engagement, denn davon lebt eine erfolgreiche Stadtentwicklung. Mit unserer Förderung wollen wir diese Entwicklung weiter unterstützen.“
Größte Parkanlage Sprembergs mit langer Geschichte
Der Landschaftspark Georgenberg ist mit 26 Hektar die größte Parkanlage der Stadt, zugleich Denkmalensemble und Veranstaltungsort. Er liegt nordöstlich der Innenstadt und des Spreebogens der Kleinen Spree und zieht sich über die Hänge des Georgenbergs hinauf bis zum 30 Meter höher gelegenen Stadtpark. Ursprünglich wurde das Gelände als Weinberg und Begräbnisplatz genutzt. Vom 19. bis ins 20. Jahrhundert wurde es schrittweise zu einer öffentlichen Grünanlage umgebaut, vor allem auf Initiative von Bürgerinnen und Bürgern der Stadt. Das Ministerium spricht deshalb von einer hohen gartengeschichtlichen Bedeutung.
Bismarckturm und Freilichtbühne bereits gefördert
Teile des Parks wurden bereits mit Fördergeld erneuert. Aus dem Bund-Länder-Programm „Zukunft Stadtgrün“ flossen Mittel in die Umgestaltung rund um den Festplatz, die Sanierung der Hänge und Wege, die Wiederherstellung von Sichtachsen sowie in kleine Wasserdecks und eine Spiellandschaft. Mit EFRE-Mitteln der Förderperiode 2007 bis 2013 wurden die Freilichtbühne umgebaut und der Bismarckturm saniert. Über das Programm LEADER wurden die barrierefreie Erschließung der Freilichtbühne und eine Mehrgenerationenanlage gefördert. Über Arbeiten am Bismarckturm hatten wir zuletzt im April berichtet.
Von 2026 bis 2029 wird der Landschaftspark Georgenberg zudem aus dem Bundesprogramm KoMoNa gefördert, das kommunale Modellvorhaben zur ökologischen Nachhaltigkeit in Strukturwandelregionen unterstützt. Vorgesehen sind dabei unter anderem Neu- und Ersatzpflanzungen, die Umwandlung von Rasen in extensive Wiesen, Entsiegelungen sowie die Sanierung von Wegen und Treppen.
Landesprogramm für nachhaltige Stadtentwicklung
Das Geld für den Landschaftspark Georgenberg stammt aus dem Programm Nachhaltige Stadtentwicklung, mit dem das Land die sogenannten Zentralen Orte in der EU-Förderperiode 2021 bis 2027 stärken will. Dafür stehen in Brandenburg 70 Millionen Euro aus dem EFRE bereit. In drei Aufrufen zwischen August 2023 und September 2024 gingen 72 Anträge ein, 27 Vorhaben sind für eine Förderung vorgesehen. Bis September 2026 wurden nach Angaben des Ministeriums 17 Vorhaben mit zusammen rund 53,8 Millionen Euro bewilligt.
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