Die Schule des Zweiten Bildungsweges in Cottbus muss ihr Gebäude in der Joliot-Curie-Straße verlassen. Dort soll zum Schuljahr 2027/28 die neue Gesamtschule einziehen. Bis dahin soll es auch einen neuen Standort für die Erwachsenenschule geben, teilte die Stadt auf Anfrage von Niederlausitz aktuell mit.
Neue Gesamtschule zieht in die Joliot-Curie-Straße
An der Schule des Zweiten Bildungsweges können Erwachsene Schulabschlüsse nachholen. Sie hat ihren Sitz in der Joliot-Curie-Straße 10 in der Spremberger Vorstadt. Genau dieses Gebäude hatte die Stadt schon im März 2025 als Übergangsstandort für eine neue kommunale Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe vorgesehen (wir berichteten).
Die Räume würden von der neuen Gesamtschule genutzt, bestätigte Jan Gloßmann, Leiter des städtischen Pressebüros. Die Schule des Zweiten Bildungsweges muss deshalb zum Beginn des Schuljahres 2027/28 umziehen. Bis dahin werde es einen neuen Standort geben.
So soll die neue Gesamtschule das Gebäude nutzen
Die neue Gesamtschule soll laut Beschluss der Stadtverordneten vom März 2025 mindestens vier- bis fünfzügig starten, also mit vier bis fünf Klassen je Jahrgang. Geplant ist sie als Ganztagsschule mit gymnasialer Oberstufe und für gemeinsames Lernen, bei Bedarf mit Förderangeboten für Kinder mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf.
Das Gebäude in der Joliot-Curie-Straße soll der Schule zunächst für rund drei Jahre Platz bieten. Parallel will die Stadt das benachbarte frühere Fürst-Pückler-Gymnasium in der Gartenstraße sanieren, das langfristig Hauptstandort werden soll. Hintergrund sind steigende Schülerzahlen: Bis 2033 erwartet die Stadt bei den weiterführenden Schulen ein Plus von bis zu 25 Prozent.
Stadt sucht Ersatz für die Schule des Zweiten Bildungsweges
Nach dem Stand der Suche hatte die SPD-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung am Mittwoch gefragt. Die Verwaltung antwortete, der Schulträger stehe mit der Schule und dem Staatlichen Schulamt in stetem Austausch, um eine passende Ersatzimmobilie zu finden. Dabei habe die ordnungsgemäße Beschulung nach dem Brandenburgischen Schulgesetz oberste Priorität.
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Die Auswahl an geeigneten Gebäuden sei allerdings sehr begrenzt. Vorrang hätten Immobilien, die der Stadt gehören. Standorte mit guter Anbindung an Bus und Bahn würden bevorzugt, geprüft werde auch die Mitnutzung von Gebäuden, die bereits als Schule oder Bildungseinrichtung dienen. Konkrete Anfragen und Angebote will die Stadt öffentlich nicht nennen. Über die nächsten Schritte soll der Ausschuss für Bildung, Sport, Kultur und sorbische/wendische Angelegenheiten informiert werden.
Eigenständigkeit war schon 2025 ein Thema
Bereits bei der Entscheidung über die neue Gesamtschule hatten sich Stadtverordnete und Fachleute dafür eingesetzt, dass die Schule des Zweiten Bildungsweges eigenständig bleibt. Die Stadt hatte damals erklärt, sie wolle am Prinzip der Eigenständigkeit festhalten, die Schülerzahlen aber wie bei allen Schulen im Blick behalten.
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Red.






