Der FC Energie Cottbus hat beim VfL Wolfsburg einen bemerkenswerten Punktgewinn gefeiert. Vor mehr als 3.300 mitgereisten Cottbuser Fans lag der FCE nach 34 Minuten bereits mit 0:3 zurück, kämpfte sich aber noch vor und vor allem nach der Pause eindrucksvoll zurück. Luca Erlein, King Manu und Tolcay Cigerci stellten zwischenzeitlich auf 3:3, ehe Wolfsburg erneut in Führung ging. In der 90.+1 Minute sorgte Dmytro Bogdanov schließlich für den umjubelten 4:4-Endstand.
Drei Änderungen in der Startelf
Trainer Claus-Dieter Wollitz veränderte seine Anfangsformation auf drei Positionen. Christian Kinsombi, Jannis Boziaris und Moritz Hannemann rückten zunächst aus der Startelf. Neu dabei waren Henry Rorig, Tolcay Cigerci und Justin Butler. Luca Erlein und Lucas Copado wurden rechtzeitig fit und standen ebenfalls von Beginn an auf dem Platz. Begleitet wurde Energie von mehr als 3.300 Fans nach Wolfsburg. Die sahen allerdings einen denkbar schlechten Start ihrer Mannschaft.
Bereits in der 3. Minute bekam der VfL einen Elfmeter zugesprochen. Robert Glatzel ging im Strafraum zum Kopfball und wurde dabei von Marcel Lotka abgeräumt. Der Gefoulte trat selbst an und verwandelte sicher zur frühen 1:0-Führung.
Energie aktiv, Wolfsburg eiskalt
Cottbus ließ sich vom frühen Rückstand zunächst nicht aus dem Konzept bringen. In der 8. Minute erarbeitete sich der FCE gleich drei Eckbälle nacheinander, wirklich gefährlich wurde es dabei allerdings nicht. Die Gäste blieben aktiv, hatten viel Ballbesitz und pressten früh. In der 12. Minute zog Leonardo Bittencourt einen Freistoß rund 30 Meter vor dem Wolfsburger Tor. Cigerci übernahm, blieb mit seinem Versuch jedoch in der Mauer hängen.
Wolfsburg zeigte sich anschließend deutlich effizienter. In der 20. Minute hatte Cottbus noch Glück, als Alexander Bernhardsson aus der zweiten Reihe nur den Pfosten traf. Sechs Minuten später nutzten die Hausherren dann einen schnellen Konter. Fabian Reese spielte punktgenau auf Vinicius Souza, der zum 2:0 vollendete. Nur eine Minute später verhinderte Lotka gegen Reese den nächsten Treffer.
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In der 34. Minute fiel dennoch das 3:0. Fousseny Doumbia wurde durch das Wolfsburger Pressing im eigenen Strafraum zum Fehler gezwungen und verlor den Ball an Bernhardsson. Der legte quer auf Glatzel, der seinen zweiten Treffer erzielte.
Erlein gibt Energie vor der Pause Hoffnung
Cottbus fing sich vor dem Seitenwechsel noch einmal und kam in der Nachspielzeit zum wichtigen Anschlusstreffer. Cigerci zog in der 45.+4 Minute aus der zweiten Reihe ab und traf zunächst nur den Pfosten. Der Abpraller landete bei Luca Erlein, der zum 1:3 einschoss. Damit ging Energie trotz des zwischenzeitlich deutlichen Rückstands mit neuem Mut in die Kabine.

Drei Wechsel und ein völlig anderes Energie
Wollitz reagierte zur Pause mit gleich drei Wechseln. Dmytro Bogdanov, Moritz Hannemann und Christian Kinsombi kamen für Justin Butler, Fousseny Doumbia und Lucas Copado. Und Energie erwischte einen Traumstart in den zweiten Durchgang.
Bereits in der 49. Minute verkürzte King Manu auf 2:3. Sein Abschluss ging auf den kurzen Pfosten, Wolfsburgs Keeper Jakub Zielinski sah dabei nicht gut aus. Nun spielte fast nur noch Cottbus. In der 54. Minute fehlte nicht viel zum Ausgleich. Nach einem Eckball kam Axel Borgmann zum Kopfball, Zielinski bekam gerade noch eine Hand an den Ball.
Energie war vor allem körperlich nun voll in der Partie, kämpfte um jeden Ball und setzte Wolfsburg mit gemeinsamem, aggressivem Pressing massiv unter Druck. Die Hausherren hatten große Probleme, sich aus der eigenen Hälfte zu lösen.
Cigerci macht das Comeback perfekt
In der 66. Minute belohnte sich der FCE für seine starke Phase. Nach einem Foul an Moritz Hannemann zeigte der Schiedsrichter auf den Punkt. Tolcay Cigerci übernahm die Verantwortung und verwandelte zum 3:3. Aus einem 0:3-Rückstand hatte Energie damit tatsächlich ein Unentschieden gemacht.
Und beinahe stellte Cottbus die Partie sogar komplett auf den Kopf. In der 71. Minute lief Bogdanov relativ frei auf Zielinski zu, setzte seinen Abschluss allerdings über das Tor.
Wolfsburg wirkte zu diesem Zeitpunkt deutlich angeschlagen, meldete sich aber zwei Minuten später wieder gefährlich zurück. Lotka parierte zunächst stark gegen Muhammed Damar, kurz darauf setzte Reese den Ball an die Latte.
Wolfsburg trifft – doch Bogdanov hat das letzte Wort
In der 79. Minute schlugen die Hausherren dennoch noch einmal zu. Der eingewechselte Mattias Svanberg bekam im Zentrum zu viel Platz, lief bis an die Strafraumkante und zog ab. Der Ball wurde noch leicht abgefälscht und war für Lotka nicht mehr zu erreichen – 4:3 für Wolfsburg. Doch Energie gab nicht auf.
In der Nachspielzeit belohnte sich der FCE tatsächlich noch einmal für seine enorme Moral. In der 90.+1 Minute traf Dmytro Bogdanov zum 4:4 und sorgte damit für großen Jubel bei den mehr als 3.300 mitgereisten Cottbuser Fans.
So nahm Energie nach einem zwischenzeitlichen 0:3-Rückstand tatsächlich noch einen Punkt aus Wolfsburg mit. Vor allem nach dem Seitenwechsel zeigte der FCE eine starke Reaktion, setzte die Hausherren phasenweise massiv unter Druck und kämpfte sich gleich zweimal zurück. Bogdanovs später Treffer setzte schließlich den Schlusspunkt unter ein außergewöhnliches Zweitligaspiel.
Die Saison 2026/2027 des FCE – Spielberichte im Überblick
1. Spieltag: FC Energie Cottbus 3:1 Hannover 96 ->> Spielbericht & Bilder
2. Spieltag: Arminia Bielefeld 3:0 FC Energie Cottbus ->> Spielbericht & Bilder
1. Runde DFB-Pokal: FC Energie Cottbus 0:2 FC Augsburg ->> Spielbericht & Bilder
3. Spieltag: FC Energie Cottbus 3:4 Greuther Fürth ->> Spielbericht & Bilder
4. Spieltag: VfL Wolfsburg – FC Energie Cottbus
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Red. / [lb]




