Bei der Feuerwehrsport-EM in Ostrava sind die ersten Wertungen gefallen. Die deutschen Frauen liegen im Hakenleitersteigen auf Rang drei, die Juniorinnen sogar auf Rang zwei. Vorn dabei sind mehrere Sportler aus der Lausitz.
Frauen Dritte, Juniorinnen Zweite
Im Hakenleitersteigen kam die deutsche Frauenmannschaft auf 50,48 Sekunden und damit hinter die Ukraine (44,60) und Tschechien (45,40) auf den dritten Platz. Noch besser schnitten die Juniorinnen ab: Sie benötigten 53,73 Sekunden und mussten nur der Ukraine den Vortritt lassen.
Die Junioren liegen nach zwei Disziplinen auf dem dritten Gesamtrang. Am Übungsturm reichte es für Platz vier, über die 100-Meter-Hindernisbahn wurden sie in 122,79 Sekunden Dritte. Die Männermannschaft belegt mit 107,62 Sekunden Rang acht.
Die Reihenfolge an der Spitze überrascht dabei nicht. Die Ukraine und Tschechien prägen die Feuerwehrsport-EM seit Jahren, beide Nationen lagen auch 2025 in Bulgarien vor dem deutschen Team. Damals holten die deutschen Frauen Gesamtrang drei und stellten vier deutsche Rekorde auf ->> wir berichteten
Tommy Paulick ist bester Deutscher
In der Einzelwertung der Männer war Tommy Paulick der schnellste Deutsche. Er stieg in 15,62 Sekunden auf den Turm und lag damit gut zwei Sekunden vor dem nächsten deutschen Starter. Paulick tritt im Ligabetrieb für das Team Lausitz an und stand Anfang August beim Deutschland-Cup in Cottbus auf dem Podest.
Bei den Frauen war Jessica Kubick mit 8,07 Sekunden die schnellste Deutsche, knapp vor Lisette Jüngling aus dem Landkreis Elbe-Elster mit 8,10 Sekunden. Jüngling, die mehrere deutsche Rekorde hält, blieb damit über ihrer Bestmarke von 7,87 Sekunden.
Lausitzer Nachwuchs führt die deutschen Listen an
Auffällig ist die Bilanz im Nachwuchsbereich. Bei den Mädchen war Lea Sellenk mit 8,43 Sekunden die schnellste Deutsche am Turm, gefolgt von Katharina Linke (8,60) und Samantha Döring (8,62). Bei den Jungen führte Ole Endemann mit 8,71 Sekunden vor Marvin Ziesmer (9,33).
Über die 100-Meter-Hindernisbahn waren ebenfalls Endemann mit 18,24 Sekunden und Jannes Ziesmer mit 18,62 Sekunden die besten Deutschen. Sellenk, Endemann und die Ziesmers hatten bereits bei den Wettkämpfen in Cottbus und Taura zu den Siegern gehört ->> Mehr dazu bei NLaktuell
Für die Region ist der Wettkampf deshalb interessant, weil ein erheblicher Teil der deutschen Auswahl aus Südbrandenburg kommt. Insgesamt umfasst das Aufgebot bei der Feuerwehrsport-EM 38 Athletinnen und Athleten in vier Mannschaften.
Feuerwehrsport-EM läuft noch bis Samstag
Entschieden ist damit noch nichts. Bei den Senioren stehen die 100-Meter-Hindernisbahn, die 4×100-Meter-Staffel und der Löschangriff nass aus. Gerade der Löschangriff gilt als Königsdisziplin, weil dort eine komplette Mannschaft in etwa 25 Sekunden fehlerfrei zusammenarbeiten muss.
Die Wettkämpfe in Ostrava laufen noch bis Samstag. Verabschiedet worden waren die deutschen Mannschaften am 17. August in Cottbus ->> wir berichteten
Foto: Stadtfeuerwehrverband Cottbus e.V.
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