Die Stadt Cottbus kündigt zum Ende des Schuljahres eine spezielle Blitzerwoche im Umfeld von Kindertagesstätten an. Wie die Stadt mitteilte, sollen vom 29. Juni bis 3. Juli gezielte Geschwindigkeitskontrollen vor Kitas im Stadtgebiet stattfinden. Damit soll auf die besonderen Gefahren für Kinder im Straßenverkehr aufmerksam gemacht werden. Gerade zu Bring- und Abholzeiten können Zeitdruck, Parkplatzsuche, Wendemanöver und haltende Autos für unübersichtliche Situationen sorgen. Die Kontrollen sollen deshalb nicht nur Verstöße ahnden, sondern vor allem das Bewusstsein für mehr Rücksichtnahme und Sicherheit vor Kindertagesstätten stärken.
Blitzerwoche vor Kitas in Cottbus angekündigt
Mit einer gezielten Blitzerwoche vor Kindertagesstätten will die Stadt Cottbus/Chóśebuz zum Ende des Schuljahres noch einmal auf Gefahren an Schulwegen sowie im Umfeld von Kindertagesstätten aufmerksam machen. Wie die Stadt in einer Pressemitteilung informierte, findet die Kontrollwoche vom 29. Juni bis 3. Juli 2026 statt. Im Fokus stehen dabei Kindertagesstätten im Stadtgebiet.
Nach Angaben der Stadt ergänzen die Kontrollen die regulären Geschwindigkeitsmessungen sowie bewährte Maßnahmen zur Schulwegsicherung. Ziel sei es nicht allein, Verstöße festzustellen und zu ahnden. Vielmehr wolle die Stadt das Bewusstsein dafür schärfen, dass Kitas besonders sensible Bereiche im Straßenverkehr sind. Gerade dort treffen Bring- und Abholverkehr, parkende Autos, Fußwege, Einfahrten und spontane Bewegungen von Kindern regelmäßig aufeinander.
Die Stadt verweist darauf, dass Kinder im Kita-Alter Verkehrssituationen noch nicht umfassend einschätzen können. Sie handeln häufig spontan, lassen sich leicht ablenken und können Geschwindigkeiten oder Entfernungen von Fahrzeugen nur schwer beurteilen. Deshalb könne schon eine geringe Überschreitung der erlaubten Geschwindigkeit erhebliche Folgen haben. Jeder Meter Bremsweg könne in solchen Situationen entscheidend sein.
Warum die Stadt besonders auf Kita-Wege schaut
Vor Kindertagesstätten kommt es laut Stadt insbesondere zu Bring- und Abholzeiten zu einem erhöhten Verkehrsaufkommen. Eltern fahren vor, suchen Parkplätze, wenden oder halten kurz an. Gleichzeitig steigen Kinder aus Fahrzeugen aus oder betreten Wege und Fahrbahnen. Durch ihre geringe Körpergröße bleiben sie für Autofahrende zudem schneller verdeckt, etwa hinter parkenden Fahrzeugen.
Die Stadt macht deutlich, dass genau diese Mischung aus Zeitdruck, dichter Verkehrslage und eingeschränkter Sicht problematisch werden kann. Wer morgens spät dran ist, zum nächsten Termin muss oder noch schnell eine Ampelphase nutzen möchte, fährt schnell wenige Kilometer pro Stunde zu viel. Meist bleibe das ohne Folgen. Im Umfeld von Kitas könne eine solche Situation jedoch deutlich gefährlicher werden, weil dort die schwächsten Verkehrsteilnehmer unterwegs sind.
Mit der Kontrollwoche will die Stadt deshalb ein klares Signal setzen. Verkehrssicherheit beginne nicht erst auf dem klassischen Schulweg, sondern bereits vor der Kita. Wer dort aufmerksam, rücksichtsvoll und regelkonform fahre, trage unmittelbar dazu bei, Kinder besser zu schützen.
Kontrollen sollen Bewusstsein für Rücksicht schärfen
Manuel Helbig, Fachbereichsleiter Ordnung und Sicherheit, erklärte laut Stadt: „Mit der Kontrollwoche wollen wir daher nicht nur Verstöße feststellen und sanktionieren, sondern vor allem das Bewusstsein dafür schärfen, dass Kindertagesstätten besonders sensible Schutzräume im Straßenverkehr darstellen. Verkehrssicherheit beginnt nicht erst auf dem Schulweg. Sie beginnt bereits vor der Kita. Wer dort aufmerksam, rücksichtsvoll und regelkonform fährt, trägt unmittelbar zum Schutz der schwächsten Verkehrsteilnehmer bei.“
Die Stadt richtet den Blick dabei auf alle Verkehrsteilnehmenden. Eltern, Erzieherinnen und Erzieher sowie Autofahrende sollen gemeinsam zu mehr Rücksichtnahme beitragen. Nach Angaben der Stadt hat jedes Kind das Recht, den Weg zur Kita und wieder nach Hause sicher zurücklegen zu können. Die Kontrollwoche soll deshalb helfen, mögliche Gefahrensituationen frühzeitig stärker in den Blick zu rücken.
Gleichzeitig soll die Aktion daran erinnern, dass Geschwindigkeit im Stadtverkehr nicht nur eine Frage von Bußgeldern ist. Gerade im Umfeld von Kitas entscheidet umsichtiges Verhalten darüber, ob unübersichtliche Situationen beherrschbar bleiben. Die Stadt Cottbus/Chóśebuz sieht die Kontrollen daher als einen weiteren Schritt, um die Verkehrssicherheit im frühkindlichen Bereich zu verbessern und Unfälle möglichst zu verhindern, bevor sie entstehen.
Heute in der Lausitz – Unser täglicher Newsüberblick
Mehr Infos und News aus der Lausitzer und Südbrandenburger Region sowie Videos und Social-Media-Content von heute findet ihr in unserer Tagesübersicht –>> Hier zur Übersicht
Red. / Presseinformation
Bild: Tim Reckmann, www.pixelio.de




